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Der Fasanenhof (früher Große Donnerberg)

Nützliche Kontakte:

Heimatverein Wersen e.V.
Westerkappelner Str. 41
49504 Lotte

Museen und Ausflüge:

Sloopsteene
Gelten heute als das größte und besterhaltene Denkmal aus der jüngeren Steinzeit in ganz Westfalen.

Mühlenweg am Wiehengebirge

Die Wassermühle Bohle
Mühlengrund 10, 49504 Lotte - Wersen
Doppelmühlenanlage an der Düte mit historischer Brücke.

Evangelische Dorfkirche Wersen
1271 entstand die heutige, in Teilen noch ursprüngliche, denkmalgeschützte Pfarrkirche, ein spätromanischer Gewölbebau.

Wanderweg "Mühlenrunde" in Wersen

Der Hof Niemöller (rechte Seite)
An der Mühle Bohle
Hof Niemöller (links) und die Düte (rechts)

Wersen

Zur Geschichte

2000 v. Chr.: Entstehung der Sloopsteene, zwei Großsteingräber in Halen

783: Schlacht auf dem „Haler Feld“ zwischen den Franken unter Karl dem Großen und den Sachsen unter Herzog Widukind

1000: Erste urkundliche Erwähnung als „Werisun“ (Ort am Fluss)

um 1150: Das Kirchspiel Wersen entstand mit einer eigenen Kapelle

1. August 1179: Ein Heer Heinrichs des Löwen besiegte auf dem Haler Feld die Truppen des Grafen Simon von Tecklenburg.

ab 1271: Wersens Kapelle wurde Pfarrkirche. Aus dieser Stelle entstand die heutige, in Teilen noch ursprünglich romanische Wersener Dorfkirche.

1308: Die vereinigten Streitkräfte des Bischofs von Münster und des Grafen von Tecklenburg unterlagen auf dem Haler Feld dem Osnabrücker Bischof.

1350: Die Pest wütete in Europa und verschonte auch das Tecklenburger Land nicht.

Seit dem 13. oder 14. Jh.: Am Standort der heutigen Mühle Bohle gab es eine Wassermühle. Auch die Tüchter-Mühle wurde in dieser Zeit vom Grafen von Tecklenburg angelegt. Zudem gab es eine Kupfermühle.

2. Hälfte des 14. Jh.: Blutige Fehden der Tecklenburger Grafen mit den Bischöfen von Osnabrück  um Herrschaftsan-sprüche.

1385: Die Fürsten, Herren und Städte im Landfriedens-bunde zu Soest schlossen ein Übereinkommen, um Sicherheit für Ackersleute, Reisende, Geistliche und Jäger zu schaffen und diese gegen Raub und Morde zu schützen. Da dies nicht besonders erfolgreich war, bildeten sich Schützengilden und Landwehren.

1494: Im Tecklenburger Schatzungsregister tauchen folgende Höfe auf: Swechman, Donerberch, de Meyger van Halen, Radewyde, Meyger henke, Wynckelman, Meyger Johan.

1527: Einführung der Reformation in der Grafschaft Tecklenburg durch Graf Konrad von Tecklenburg.

1546: Beginn des Schmalkaldischen Krieges – auch das Tecklenburger Land war von den Kriegswirren betroffen. Teile der Grafschaft fielen nach der Niederlage des Schmalkaldischen Bundes an Kaiser Karl V.

1577: Im Pastorat zu Wersen hatte man 2 Pferde, 6 Kühe, 2 Rinder, 5 Schweine.

1618-1648: Dreißigjähriger Krieg. Die Grafschaft Tecklenburg blieb neutral, die Bevölkerung war jedoch immer wieder von durchziehenden Truppen betroffen.

1664: Gründung des Wersener Schützenvereines

1672: Pastor Rumpius aus Wersen beschrieb die heutige Tüchter-Mühle als eine vortreffliche Kornmühle.

1680: Große Rattenplage im Osnabrückischen sowie  in den Grafschaften Tecklenburg, Ravensberg und Lingen.

1689: Johann Adolph Graf in Tecklenburg hat die Tüchtermühle errichten lassen.

1707: Die Grafschaft Tecklenburg wurde vom Haus Solms-Braunfels an das Königreich Preußen verkauft.

1716: Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. führte die all-gemeine Schulpflicht ein.

1796: Die Ölmühle Borgmann taucht in der Steuerliste der Vogtei Wersen als Erbpachtmühle auf.

1. Januar 1810: Der "Code Napoléon", das französische Zivilrecht, trat in Kraft.

1817: Das schlimmste Hungerjahr im Tecklenburger Land.  In dieser Zeit waren Überfälle und Diebstähle aus Not an der Tagesordnung.

1829: Wersen hatte 1068 Einwohner.

1831: Die Bocke- und Walkemühle bei Bohle wurden ersetzt durch eine Korn- und Ölmühle, da Flachsanbau und Schafzucht stark zurückgegangen waren.

1906: Heinrich Bohle ersetzte 1906 die Kornmühle durch einen Neubau.

Anfang des 19. Jh.: Beginnende Landflucht in aufstrebende Städte und Auswanderungswelle vor allem in die USA.

1848: Revolution in ganz Preußen, nachdem ein Jahr zuvor der Preis für Korn um das Fünf- bis Sechs-fache gestiegen war. Zwischen 1813/14 und 1850 wanderten aus Wersen ca. 174 Personen aus.

1871: Wersen hatte 910 Einwohner.

1931: Die Mühle Bohle brannte bis auf die Umfassungsmauern nieder.

1937: Wersen hatte 1477 Einwohner.

1. Januar 1975: Wersen wurde nach Lotte eingemeindet.