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Die Seiten über Bramsche wurden zusammengestellt von Heinrich Gosmann.

Weiteres vor Ort:

Heimat und Verkehrsverein Bramsche

Stadtmarketing Bramsche GmbH
Maschstr. 9
49565 Bramsche
Tel. 05461-93550, E-Mail

Tourist-Info im Tuchmacher Museum
Mühlenort 6
49565 Bramsche
Tel. 05461-945116, E-Mail

Ausflüge in die Geschichte:

Das 1997 eröffnete Tuchmachermuseum Bramsche zeigt auf eindrucksvolle Weise das frühere Wirken der hiesigen Tuchmacher.

Seit vielen Jahren sammelt Rolf Hammerschmidt, 2008 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, Exponate aus der Natur und stellt diese in seinem kleinen Museum in einem Anbau seines Hauses aus. Kinder und Jugendliche können ihn dort besuchen oder mit ihm Exkursionen ins Bramscher Umland unternehmen.

Wanderwege um Bramsche

Bramscher Richter:

  • 1318 Johann Blome
  • 1376 Lübbert Meyer
  • 1441, 1451 Ludeke de Meyger
  • 1514, 1518 Lubbert Meyger
  • 1556 Johann Meyer
  • 1620, 1657 Johann Henrich Molan, Richter und Gograf zu Vörden und Bramsche
  • 1667, 1680 Dr. Johann Klövekorn, Richter und Gograf zu Vörden und Bramsche
  • 1683, 1692 Otto Heinrich Dücker, Richter zu Bramsche und Vörden
  • 1692 Dunker, Richter und Gograf zu Vörden und Bramsche
  • 1692, 1695 Johann Ameling Klövekorn, Richter zu Bramsche
  • 1731, 1762 Dr. Redeker, Richter und Gograf zu Vörden und Bramsche

Bürgermeister:

Bürgermeister (ehrenamtlich)

  • 1818-1828 Heinrich Rudolph Sanders
  • 1828-1830 Friedrich Wilhelm Wachtmann
  • 1830-1849 Daniel Friedrich Ahlhausen
  • (1845-1855 Johann Hermann Wilhelm Feldhausen)
  • 1849-1855 Rudolph Wilbrandt Pörtner
  • 1855-1867 Johann Rudolph Meyer
  • 1867-1873 Johann Gabriel Künsemüller
  • 1873-1894 Heinrich Rudolph Piesbergen

Bürgermeister (hauptamtlich)

  • 1894-1902 Köhler
  • 1902-1904 Franz Zitzlaff
  • 1904-1908 Gerloff
  • 1908-1918 Dr. Erich Eckels
  • 1918 Dr. Hans-Wilhelm Schrader (SPD)
  • 1919- 1933 Heinrich Beerbom (parteilos) , 1933 beurlaubt
  • 1934-1945 August Gausmann (NSDAP), 1933 kommissarisch
  • 1945-1946 Heinrich Beerbom (parteilos)
  • 1946-1957 Heinrich Hofrichter (SPD)
  • 1957-1958 Wilhelm Friedrichs (SPD)
  • 1958-1971 Alfred Purmann (SPD)
  • 1971-1985 Lothar Lewandowsky (SPD)
  • 1985-2001 Ewald Fisse (SPD)
  • 2001-2014 Liesel Höltermann (SPD)
  • seit 2014 Heiner Pahlmann (SPD)

Bramsche

Zur Geschichte

Bramsche leitet sich von „Bram-Esch“ ab, wobei „Bram“ für den gelbblühenden Ginster, dem Bramgestrüpp steht und „Esch“ den Acker bezeichnet; Bramsche also die von Ginsterbüschen umgebenen Ackerflur bedeutet.
Die spätere Tuchmacherstadt Bramsche entstand an der Hasefuhrt in der Penter Gemarkung. Mit der Christianisierung um 800 wurde diese wichtige Straßen- und Flußkreuzung mit einem Meyerhof gesichert. Zu der kleinen Weilersiedlung gehörten die Höfe Möllman und Frye, die einzigen Bramscher Höfe.
Bramsche, seit 1615/1617 Flecken Bramsche, eine Bezeichnung für eine kleinere, aber lokal bedeutende Ansiedlung, 1818 Weichbild Bramsche, wurde 1929 Stadt Bramsche.

8000 v. Chr. Funde von Kleinsteingeräte zeugen von einem Siedlungsplatz in dieser Zeit.

1097 erste Erwähnung des Kirchdorf Bramsche.

Um 1200 Bau der St-Martin-Kirche.

1275 Verlegung des St. Sylvesterkapitels von Quakenbrück nach Bramsche. Es bestand hier bis 1489.

1458 nach dem Viehschatzregister gab es 32 viehhaltende Personen.

1512 sind 87 Haushaltungen verzeichnet. Es gab 7 Schneider, 2 Schuhmacher und je einen Holzschuhmacher, Bäcker, Böttcher, Redeker, Pelzer, Hutmacher, Messerschmied und Krämer.

1552 stirbt der um 1490 in Bramsche geborene Magister Jacob Gresel, Professor der Universität Köln und Kanonikus zu Rees am Rhein, und verfügt in seinem Testament Geld für ein Sichenhaus für Bramsche und eine Schule.

1552 bei einem Unwetter bricht der Turm der St. Martin-Kirche zusammen.

1560 werden 69 viehhaltende Haushaltungen und 19 Familien ohne Vieh oder arm genannt. Es sind 15 große und 5 kleine Knechte sowie 7 große und eine kleine Magd verzeichnet. Es gab 64 Pferde, 183 Kühe, 85 Rinder und 346 Schweine.

1569 ein Brand, beginnend im Pfarrhaus, zerstört 18 Wohnhäuser an der Münsterstraße.

1570 ließen die Bramscher 150 Kühe in der Schleptruper Mark weiden.

1572 Um diese Zeit entstand die Innung der Wollweber. 1585 erhielten sie ihren ersten Gildebrief und erlangten 1612 größtes Ansehen (Meister: 1612-29, 1767-37, 1781-46, 1815-105, 1824-150, 1873-66, 1885-15(?), 1955-13).

Nach 1574 starben 444 Menschen in Bramsche an der Pest.
Am 25. Oktober 1590 (1592) überfiel Kort Grothaus mit 60 Reitern Bramsche, misshandelte und ermordete Menschen, plünderte die Kirche, den Meyerhof und Häuser in und um Bramsche und raubte 187 Kühe, 7 Rinder, 9 Pferde, 3 Fohlen, 40 fette Schweine, viel Geld und anderes Gut, einSchaden von zusammen etwa 3400 T..

1583 bestand bereits die Schuhmachergilde.

1591 Die Schlacht im Gehn. Als sich 900 Bauern den Spaniern entgegenstellten, wurden 300 erschlagen. Bramsche wurde anschließend ausgeplündert.

1599 bei 54 Raubzügen in diesem Jahr entstand ein Schaden von rund 10.000 T..

1604 überfallen 271 staatische Reiter Bramsche und richten einen Schaden von 650 T. an.

1607 fanden schon 2 Jahr- und Viehmärkte in Bramsche statt, am 1. Freitag nach Himmelfahrt und im Herbst.

1609 plünderten 50 spanische Reiter und 600 Fußknechte Bramsche und erpressten 3000 T..

1615 erhielten die Kaufleute und Krämer ihren Gildebrief. Die Aufhebung des Krameramtes erfolgte 1871.

1617 wird die Bäckergilde genannt.

1626 starben in Bramsche und den Bauerschaften 600, nach anderer Nachricht 350 Menschen am Blutgange (Ruhr).

1636 Die Pest fordert 1400 Opfer im Kirchspiel Bramsche.

1648 bezeugen 15 achtbare Männer der Gemeinde, das am 1. Januar 1624 der Gottesdienst und die öffentliche Lehre zu Bramsche in allen Punkten lutherisch gewesen sei. Damit wurde die Bramscher Kirche den lutherischen Christen zugeschlagen.

1667 gab es 149 Haupt- und Nebenfeuerstellen, darunter 95 Häuser von Handwerkern und Kaufleuten. Es gab 9 Kauf- und Handelsleute, 5 Krämer oder Höckerer, 25 Bierbrauer, 4 Bierzapfer, 1 Brandweinbrenner, 4 Bäcker, 7 Schmiede, 12 Schuster, 4 Schneider, 16 Wollweber, 2 Zimmerleute, 1 Sagensnider, 1 Bötticher, 3 Drechsler, 1 Stuhlmacher, 1 Tischler und 1 Schreiner.

1696 entstand für über 1836 T. die sogenannte Neue Kirche, die Verbreiterung der St. Martin-Kirche.

1698-1700 Hungersnot in Bramsche.

1725 gab es in Bramsche 18 Wirtshäuser.

1726 Bau der Hasebrücke Auf dem Damm.

17.09.1752 gegen 11:00 Uhr brennen innerhalb von 2 Stunden 23 Wohnhäuser in der Bramscher Neustadt  ab.

10.08.1758 gegen 14:00 Uhr brannten erneut 23 Häuser in Bramsche ab. Diesmal waren die Häuser jedoch versichert.

1766 Bramsche wird Weichbild (Wigbold).

1770 Eröffnung der Bramscher Legge.

1771: In einem neuen Färberhaus der Tuchmachergilde entwickelte und färbte der Schönfärber und Lagermeister Andreas Wolff in einem zinnernen Färbekessel das leuchtende "Bramscher Rot", das eine gewisse Berühmtheit erlangte.

1778 wurden die Zünfte der Hutmacher, Weißgerber und Tischler zu einem Amt verordnet.

1779 Neubau der Schule für 825 Taler.

25./26.03.1781 wurden 18 Häuser in Asche gelegt, wobei 2 Menschen verbrannten.

1790 erhält Bramsche eine Postamt.

1805 die Franzosen ziehen aus Bramsche ab.

1808 Nach einem Vergleich mit Pente erhielt Bramsche den kleinen Masch und den nördlichen Teil des großen Masches zugesprochen und damit erstmals eigenen Besitz in der Penter Mark.

1818 erhält Bramsche die wirkliche Weichbildsgerechtigkeit.

1839 Gründung des landwirtschaftlichen Vereins Bramsche und die Hauptstraße erhält 12 Laternen als Straßenbeleuchtung.

1843 errichtete der Kaufmann Piesbergen die erste Tuchfabrik mit Dampfmaschine.

1847 reisen 125 Personen und 1848 weitere 219 Personen aus dem Raum Bramsche nach Port Natal in Südafrika und gründen später in der Nähe von Durban die Siedlung „Neudeutschland“, später New Germany.

1853-1855 Neubau der Volks- und Mittelschule.

1856 gab es in Bramsche 156 Kühe.

1863 Eröffnung einer Telegrafenstation in Bramsche.

1868 Die erste mechanische Leinenweberei in Bramsche beschäftigte 60 Arbeiter an 53 Webstühlen. Insgesamt arbeiten in der Wollwarenfabrikation etwa 350 Personen, die Waren im geschätzten Wert von 250.000 Taler produzierten.

1870 Errichtung einer Gasanstalt.

1871/72 Im Deutsch-Französischen Krieg fielen 12 Bramscher.

1872 Einrichtung eines Krankenhauses, Anbauten 1887, 1889.

1876 Fertigstellung der Eisenbahnstrecke Quakenbrück-Bramsche-Osnabrück.
Gründung einer Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins.

1881 Gründung eines Konsumverein, dem späteren Arbeiter-Haushaltsverein.

1886 Errichtung einer kath. Kapelle in Bramsche die 1944 durch Bomben zerstört wurde.

1891 Nach Ankauf des Meyerhofes 1889, entstand hier die Meyerhofschule, 1911 der südliche Anbau und 1903 die Turnhalle.

1892 Gründung der Spar- und Darlehnskasse Bramsche.

Am 1. Mai 1900 eröffnete die Bahnlinie nach Vechta und Delmenhorst.

1905 entstand die kath. Volksschule (Martinusschule), Erweiterung 1962.

1906 Der Streik der Bramscher Textilarbeiter dauert 22 Wochen.

1911 Eingemeindung von 105 ha und 610 Einwohner von Pente bis an den Kanal, darunter 65 landwirtschaftliche Betriebe: 56 unter 5 ha, 7 Höfe auf der Sandwisch 6-10 ha, den Hof Gastvogel bei der Sandwisch (11-20 ha) und den Meyerhof zu Strohe mit über 20 ha.

1913 Bau des Wasserwerkes.
Mit dem Erwerb eines Grundstücks zum Bau von 38 Häusern in den sogenannten „Bramscher Tannen“ durch den Gemeinnützigen Bauverein kam die Geburtsstunde der Gartenstadt.

1914 Beginn der öffentlichen Stromversorgung.

1914-18 Im 1. Weltkrieg hatte Bramsche den Verlust von 167 Gefallenen zu beklagen.

1915 Ein Teilstück des Mittellandkanals wird eingeweiht und 1917 der Bramscher Hafen in Betrieb genommen.

1924 Neun Monate Streik der Bramscher Textilarbeiter.

1929 Nach der Eingemeindung von Teilen von Hesepe (28 ha), Achmer (28 ha) und Schleptrup (98 ha), hat das Stadtgebiet jetzt eine Größe von 566 ha.

Am 25.10.1929 erhält Bramsche das Stadtrecht.

1933 Einrichtung des Amtsgericht Bramsche.

1937 Gründung der Molkereigenossenschaft Bramsche.

1939-45 Der 2. Weltkrieg forderte 218 gefallene und 114 vermißte Bramscher. Am 11. April 1945 überrollte die Front kampflos die Stadt.

1951 wurde die Gartenstadtschule errichtet.

1953 eröffnet in der Gartenstadt ein Zweigpostamt.

1960 Eingemeindung von 9 ha von Epe.

Am 2. Juni 1960 war der letzte Viehmarkt in Bramsche.

1960-1961 Bau der ev. St. Johannis-Kirche in der Gartenstadt.

1961/63 Bau eines neuen Krankenhauses.

1963 Bau eines neuen Wasserwerks und der Kläranlage.

1964 gab es 295 gewerbliche Unternehmungen darunter 39 Industrieunternehmen, 23 Großhandlungen, 140 Einzelhandelsgeschäfte und  32 Gaststätten und Hotels.

1969 Gründung des Gymnasium Bramsche.

1970 gab es 4378 Erwerbstätige in Bramsche.

1972 Gebietsreform, Eingemeindung von Achmer (schon 1971), Balkum, Engter, Epe, Evinghausen, Hesepe, Kalkriese, Pente, Schleptrup, Sögeln und Ueffeln.

1973 1. Bramscher Woche.

1975 Bau der kath. Heilig-Geist-Kirche in der Gartenstadt.

1975/76 Bau des Hallenbades.

1979 In Bramsche leben 19.014 ev.-luth., 4.902 röm-kath., 110 ev.-ref., 3 alt-kath., 650 anderer Konfessionen, 704 konfessionslose Einwohner.

14.9.1987 Einweihung der Bramscher Fußgängerzone.

1987 gab es keine Vollerwerbslandwirte, 2 Nebenerwerbslandwirte und 6 Zuerwerbslandwirte in Bramsche.

1991 wird Lappenstuhl ein eigenständiger Stadtteil von Bramsche.

1997 Eröffnung des Tuchmachermuseum Bramsche.

1999/2000 Neuer Anbau am Rathaus.

2011 Fertigstellung des Hasesees mit 12,7 ha Wasserfläche als Flutmulde und Naherholungsgebiet.