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Weiteres vor Ort:

Heimat- und Kulturverein Glandorf e. V.
Frank Niermann, Grottweg 13, 49219 Glandorf

Heimatverein Averfehrden
Stefan Potthoff, Potthoffstraße 4, 49219 Glandorf-Averfehrden

Ausflüge in die Geschichte:

Merschmühle
Merschmühle 1, 49219 Glandorf

Die über 750 Jahre alte Mühle wurde 1989 wieder in Betrieb genommen. Die noch heute gültigen Wasser- und Staurechte der Familie Dallmöller, stammen aus der Zeit um 1235.

Museum für Landtechnik
Sudendorfer Str. 7, 49219 Glandorf-Sudendorf
In einer ehemaligen Erntescheune, im Fachwerkstil erbaut , werden ca. 300 historische landwirtschaftliche Geräte und Maschinen ausgestellt.

Pfarrkirche St. Johannis
An der Kirche, 49219 Glandorf
Sehenswert sind die Kunstwerke, die sich im Innern der Kirche befinden. Das hölzerne Vortragskreuz stammt aus dem 13. Jahrhundert, und der Sandstein-Seitenaltar mit dem Kreuzigungsrelief wurde im 17. Jahrhundert gefertigt.

Windmühle mit Backhaus
An der Windmühle / Windmühlenstraße, 49219 Glandorf
Die Glandorfer Windmühle stammt aus dem Jahr 1839.

Zisterne auf dem Thieplatz
Vom Brunnenplatz aus zu besichtigen.

Historische Fahrrad-Route:
Vorbei an traditionsreichen Bauernhöfen und dem Gut Ödingberge.

Glandorf

Aus der Geschichte

Etwa 6. Jh.v.Chr.: Die Kelten wurden durch die Germanen vertrieben, die dieses Gebiet daraufhin besiedelten. 1872 hat man ein altgermanisches Gräberfeld auf dem Donnerbrink ausgegraben. Der Name "Glandorf" soll sich aus dem germanischen ableiten lassen: "glan" bedeutet glänzend.

Im Mittelalter gehörte Glandorf wie auch Bad Iburg, Bad Laer, Glane und Remsede zum Suderberggau oder Gau Süderberge, dessen Name sich von der Lage südlich des Osning (Teutoburger Wald) herleiten lässt.

851: Erste urkundliche Erwähnung der Gegend. Mehrere Höfe in Laer und Erpen werden dem Marienkloster in Herford geschenkt.

Bis um 1200: Glandorf war eine Filiale der Pfarre in Laer, hatte aber um 1400 schon einen zweiten Geistlichen. Wann die Lösung von Laer erfolgt ist, ist noch nicht bekannt.

1070: Erstmalige urkundliche Erwähnung des Namens Glandorf bzw. Glanathorpe. Der damalige Eigentümer des Helfer Hofes in Lienen besaß damals das Recht, dreißig Schweine und einen Eber zur Eichelmast in die Glandorfer Mark zu treiben.

1631: Nach der Schlacht bei Breitenfeld besetzten die schwedischen Truppen im Dreißigjährigen Krieg das Bistum Osnabrück.

Mai 1636: Nachdem die Glandorfer Bevölkerung den Forderungen der schwedischen Söldner nicht mehr nachkommen konnte, steckten diese das Dorf in Brand. Das Ereignis gibt eine in Stein gehauene Inschrift über der Brauttür in der Kirche St. Johannis an. Vor dem Brand soll es zu einigen Grausamkeiten gekommen sein. In "Schwedenchronik" von 1926 erzählt Bernhard Köster, dass die schwedischen Söldner auf dem Hof des  Bürgermeister Schultewerth eine Tochter gekreuzigt und eine andere über dem Herdfeuer erstickt haben sollen.

1803: Als Teil des Bistums Osnabrück wurde Glandorf dem Kurfürstentum Hannover zugeschlagen. Allerdings wurde das Kurfürstentum noch im selben Jahr von französischen Truppen besetzt.

1807: Das Kurfürstentum  Hannover wurde mit dem von Napoléon geschaffenen Königreich Westphalen zusammengeschlossen. Das Kirchspiel Glandorf gehörte zum Canton Ostbevern, der dem Arrondissement Warendorf unterstellt war.

Ab 1814: Nach dem Zusammenbruch des französischen Imperiums fiel Glandorf ans Königreich Hannover.

1833: Beginn der Auswanderungswelle. Der Osnabrücker Geistliche, Gymnasiallehrer und gebürtige Glandorfer Johann Wilhelm Horstmann schiffte sich mit sechs weiteren Glandorfer Männern in Amsterdam ein, erwarb im Dezember Land in Putnam County und gründete den Ort Glandorf (Ohio). Die Ehefrauen und zehn weitere Familien folgten der Gruppe. 1834 und 1835 stießen nochmal neun Familien aus Glandorf dazu.