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Weiteres vor Ort:

Verein für Orts- und Heimatkunde Bad Iburg e.V.

Kastanienweg 5, 49186 Bad Iburg

Ausflüge in die Geschichte:

Evangelisch-lutherische Schlosskirche: Ihre barocke Erstausstattung ist weitgehend erhalten.

St.-Clemens-Kirche: Eine dreischiffige Halle mit Querhaus und rechteckigem Chor, geht auf Bischof Benno II. zurück. Die heutige Kirchenform stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Rittersaal im Schloss: wurde im ersten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts von Fürstbischof Philipp Sigismund von Braunschweig-Wolfenbüttel als Jagd- und Speisesaal geschaffen

Schlossmuseum mit Münzkabinett: zeigt die Ausstellung Befestigung, Bischofsresidenz, Kloster - archäologische Forschungen auf der 1200 Jahre alten Iburg

Uhrenmuseum: privates Museum mit mehr als 800 funktionstüchtigen Zeitmessern.

Jagdschlösschen: ehemaliges fürstbischöfliches Anwesen aus dem späten 16. Jahrhundert

Burg Scheventorf: ehemalige Wasserburg im Stil der Renaissance und ein früheres Rittergut

Gografenhof: Ende des 18. Jahrhunderts erbaut, seit 1967 Rathaus der Stadt

Schleppenburg: Wasserburg und ein Rittergut

Stein’sches Haus – Haus der Iburger Geschichte: eines der letzten noch fast im Original-Zustand erhaltenen Iburger Handwerkerhäuser in Fachwerk-Bauweise aus dem Jahr 1850

Reetdach-Bauernhaus

Nachtwächterrundgang

Grenzsteinweg: Wanderweg entlang an 350 historischen Grenzsteinen in Bad Iburg (in Planung)

Rundwanderung vorbei am Funkturm, am Hermannsturm, am Vermessungsstein des Königreichs Hannover von 1830, an der Kohlbachquelle ud am Benno-Steinbruch.

Iburger Schloss

Haus der Iburger Geschichte

Bad Iburg

Zur Geschichte

753: Eine Iburg wird in den Fränkischen Reichsannalen erwähnt, als dort der Erzbischof von Köln Hildegar von den Sachsen getötet wurde.

772: Karl der Große eroberte die Iburg gegen seinen Widersacher Herzog Widukind.

783: Fränkische Soldaten eroberten die Iburg.

1052 - 1068: Bischof Benno I. errichtete eine Burg.

1068 - 1088: Bischof Benno II., der erste Bischof des Osnabrücker Landes, ließ auf den Trümmern der alten Karlsburg eine Stiftsburg und ein Benediktinerkloster errichten. Benno hatte besonderes historisches Gewicht durch seine Vermittlung im Investiturstreit zwischen dem deutschen Kaiser Heinrich IV., seinem Freund, und Papst Gregor VII. beim Gang nach Canossa im Jahr 1077.

Um 1100: Die Iburg wurde nach dem großen Brand in Osnabrück ständiger Wohnsitz der Osnabrücker Bischöfe.

1226: Der Bau der Fleckenskirche St. Nikolaus wurde begonnen. Damit erhielten auch die Menschen, die sich am Fuß des Burgberges angesiedelt hatten, eine eigene Kirche.

1254: Iburg erhielt durch Fürstbischof Bruno von Isenbergdie Stadtrechte; er befestigte den Ort.

13. Jahrhundert: Bischof Benno II. ließ die katholische St.-Clemens-Kirche bauen. In dieser Kirche wurde er auch begraben. Nach der Aufhebung des Klosters 1803 wurde die Kirche vier Jahre lang als Pulvermagazin genutzt.

1293: Iburg wurde als "oppidum" (stadtähnliche Siedlung) mit einer "porta" im Osten erwähnt.

1349: Blitzschlag und ein dadurch verursachtes Feuer zerstörten die Burg und das Kloster.

1359: Iburg erhielt das Wigboldprivileg. Damit wurden Burg und Ortschaft mit einem Rat und gemeinsamer Verfassung zusammengeführt.

1455 - 1482: Der Flecken wurde unter Fürstbischof Konrad III. mit Mauern umgeben; drei Tore ermöglichten den Zugang.

1518: Iburg erhielt eine Wasserversorgung, als Prior Frerking eine Wasserleitung von Dörenberg zum Kloster legen ließ.

1534: Die Wiedertäufer von Münster wurden auf Veranlassung von Bischof Franz von Waldeck im Bennoturm des Schlosses gefangen gehalten und bis auf einen später hingerichtet.

1552: Burg Scheventorf wurde südlich von Iburg als Wasserburg erbaut.

1585: Feuer vernichtete 53 Wohnungen mit Nebengebäuden und Stallungen, also etwa die Hälfte der Wohngebäude.

1633: schwedische Truppen besetzten Iburg und schenkten die Burg Gustav Gustavson.

1648: Im Westfälischen Frieden wurde wegen der konfessionellen Vermischung als Kompromiss die "Alternatio" erarbeitet. Katholische und evangelische Bischöfe wechselten sich damit ab.

1657: Iburg erhielt das Privileg zur Abhaltung einers Jahrmarktes.

1662: Kurfürst Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg wurde erster evangelischer Fürstbischof von Osnabrück.

1664: Ernst August von Braunschweig-Lüneburg ließ die evangelisch-lutherische Schlosskirche, deren barocke Erstausstattung weitgehend erhalten ist, bauen. Sie diente als Hofkapelle zunächst nur dem Bischof und seinem Gefolge.

1668: Seine Tochter Sophie Charlotte wurde auf der Iburg geboren. Sie wurde später erste Königin in Preußen, Mutter des Soldatenkönigs und Großmutter Friedrichs des Großen. Nach ihr sind auch das Schloss Charlottenburg und der gleichnamige Stadtteil in Berlin benannt.

1672: Die Ära der Osnabrücker Bischöfe in Iburg endete, als Ernst August I. das neue Schloss Osnabrück bezog. Die Iburger Residenz wurde aufgegeben.

1674: Ernst Georg Wöbeking wurde erster evangelischer Pastor in der Schlosskirche, Er war nicht nur für die Angehörigen des Hofs, sondern auch für die evangelischen Christen in Iburg selbst zuständig.

1750 - 1755: Auf dem Burgberg wurde ein großzügiger Klosterneubau durch den Barockbaumeister und kurfürstlichen General Johann Conrad Schlaun errichtet. Das Kloster bestand noch bis 1803, als es aufgrund der Säkularisation aufgehoben wurde.

1885: Die Verwaltung des Kreises Iburg nahm ihren Sitz im Schloss.

1887: Gründung des Verschönerungsvereins. Der Verein machte es sich zur Aufgabe, Wanderwege anzulegen und Ruhebänke aufzustellen.

28. Juni 1910: Das Luftschiff LZ 7 „Deutschland“ strandete am Limberg.

1929: die Bauerschaft Mäscher wurde nach Iburg eingemeindet.

1932: Der Kreis Iburg wurde aufgelöst; der Sitz des Landrats befand sich fortan in Osnabrück.

1932 - 1933: Der Charlottensee wurde angelegt.