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Leibzucht vom Hof Gers Barlag (heute Hollager Hof)

Wallenhorst

Zur Geschichte

Von den Wundern des heiligen Alexanders (De miraculis sancti Alexandri)

Die im Jahre 863 begonnenen und von Meginhard fertiggestellten lateinischen Legende erzählt von der Übertragung (translatio) der Gebeine des Märtyrers Alexander von Rom nach Wildeshausen im Lerigau durch den sächsischen Adligen und Grafen Waltbert.
Während der Reise seien viele Wunder geschehen, besonders Heilungen Krankheiten und Gebrechen. Wenige Jahre, bevor die Autoren diese Legende verfasst hatten, war es in Sachsen zum Aufstand gekommen, in dessen Verlauf viele Kirchen zerstört und viele Christen getötet worden waren.
Daher wollten sie mit diesem Werk den Wert der Wildeshauser Reliquie und die Autorität der Kirche untermauern. Auftraggeber dieses Textes war Waltbert, ein Enkel von Herzog Widukind, der im heutigen Wildeshausen seinen Einflussbereich hatte.

In dieser Legende wird Wallenhorst erstmalig als Walonhurst erwähnt.
Im Jahre 851 lief der blinde Wetrih dem christlichen Märtyrer Alexander von Rom entgegen und erlangte durch ein Wunder seine Sehkraft zurück.

1037: erstmalige urkundliche Erwähnung der Barlage. Der Name Barlage bedeutet "von Wald entblößte Lage".

1189: erstmalige Erwähnung des Hollager Ortsteils Fiestel oder Viestel (Viselo-Rinnsal)

1223: seit diesem Jahr ist der "Hörnschen Hof" nachgewiesen, der Hof Hörnschemeyer, ein Meyerhof. Wahrscheinlich ist der Hof aber noch 200 Jahre älter.

1246/47: Errichtung des Klosters in Rulle, das bis 1803 bestand

1250: erstmalige urkundliche Erwähnung Hollages. Man vermutet, dass der Name auf eine hohle Lage hindeutet, womit der Taleinschnitt am Hollager Berg gemeint sein könnte.

1341: erstmale Erwähnung Dornethes (Dörntes).

1347: erstmalige Nennung des Erbes Brochus (Brockhausen). Die Hofstelle ist jedoch im Erbe Dauve aufgegangen und heute nicht mehr zu erkennen.

15. und 16. Jahrhundert: Stiftsstände des Fürstbistums Osnabrück versammelten sich auf dem Bokholt. Hier steht noch die gotische Annakapelle.

1724: Versuch einer Schulgründung in Hollage. Einrichtung einer Winkelschule auf der Dörenburg.

1810: Kolon Jürgen Barlageerrichtete die erste Windmühle.

1821: Bau eines Schulhauses im Kirchspiel Wallenhorst

1842: Barlage errichte die zweite Mühle (eine Bockemühle).

1849: Der Hof Feldmöller errichtete eine Öl- und Bockemühle.

1887: Bau einer Schule am Bockholt. 1908 wurde noch ein Obergeschoss angebaut.

1914: Bau einer Ziegelei

1916: Fertigstellung des Stichkanals, der vom Mittellandkanal zur Weser führt.

1962/63: Einführung von Straßennamen in Hollage. Vorher wurden Hausnummern in der Reihenfolge, wie die Hofstellen bzw. Häuser entstanden sind, vergeben.

1972: Gebietsreform: Hollage, Lechtingen und Rulle gehören nun zu Wallenhorst.

1975: Einweihung der evangelischen Andreaskirche in Hollage. Hier ist auch eine öffentliche Bücherei untergebracht.