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Weiteres vor Ort:

Verein zur Heimat- und Brauchtumspflege Ibbenbüren e. V.
Heimathaus Ibbenbüren
Am Sportzentrum 30
49477 Ibbenbüren

Ausflüge in die Geschichte:

Stadtmuseum Ibbenbüren
(ehemals Villa Hövel bzw. Haus Herold)
Breite Str. 9, 49477 Ibbenbüren
Tel. 05451-5047795

Bergbaumuseum
RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH
Tor 2, Tel. 05451 899617

Motorrad-Museum Ibbenbüren
Markweg 26
49479 Ibbenbüren
Telefon: 05451 6454
Mail: stockmannmuseum@yahoo.de

Auto- und Technikmuseum
Püsselbürener Damm 23
49477 Ibbenbüren
Tel.: 05451 - 505 57 28
info@altefeuerwache.net

Willi-Hellermann-Museum, Tierpräparate
Steinkohle-Kraftwerk Ibbenbüren
Schwarzer Weg 25
49479 Ibbenbüren
Tel.: 05454/386
WHM@lernort-natur-steinfurt.de

Verschiedene Bergbau-Wanderrouten

Ibbenbüren um 1899

Ibbenbüren

Zur Geschichte

799: Eine Urkunde aus dem Jahr 1348 belegt die Gründung einer Kirche bereits im Jahre 799.

14.4.1146: Erstmalige urkundliche Erwähnung Ibbenbürens, als der damalige Bischof von Osnabrück, Philipp von Katzenelnbogen, dem Osnabrücker Getrudenkloster einen Teil der Steuereinnahmen aus Ibbenbüren schenkte.

1219 und 1234: Ibbenbüren erscheint als Kirchdorf. In dieser Zeit besaßen die Äbtissin von Herford und die Grafen von Tecklenburg Grundherrschaften im Ort. Ibbenbüren zur Diözese Osnabrück. Während dieser Zeit entstand auch das Schloss Ibbenbüren. Die Überreste des Heidenturmes des Schlosses sind in der Nähe des Ibbenbürener Aasees noch zu sehen.

Nach dem Aussterben der Edelherren von Ibbenbüren geriet der Ort unter die alleinige Herrschaft der Grafen von Tecklenburg. Diese Herrschaft dauerte bis zum Ende des 15. Jahrhunderts bzw. Anfang des 16. Jahrhunderts.

1548: Ibbenbüren ging durch glückloses Taktieren der Grafen von Tecklenburg in den Besitz Kaiser Karls V. über, der es seiner Schwester Maria, der Statthalterin der Niederlande, schenkte. Ibbenbüren wurde der Grafschaft Lingen zugeordnet. In diesen Zeitraum fällt auch der Beginn der Steinkohleförderung in Ibbenbüren.

1648: Nachdem Ibbenbüren im Achtzigjährigen Krieg in mehrfachen Wechsel unter die Kontrolle der Niederlande und Spanien geriet, kam es nach dem Westfälischen Frieden zum Hause Oranien (spanisch-niederländischer Krieg, der im 30-jährigen Krieg wieder aufgeflammt war und ebenfalls durch einen Friedensschluss 1648 in Münster (hier erlangten die Niederlande ihre Unabhängigkeit von Spanien) beendet wurde).

1702: Ibbenbüren kam unter preußischer Herrschaft.

1. Februar 1724: Ibbenbüren erlangte Stadtrechte, was unter anderem im Zusammenhang mit der Einführung der Akzise stand. Im Jahre 1743 wurde der erste Magistrat und Bürgermeister berufen.

1806: Während der Herrschaft Napoleons gehörte Ibbenbüren zunächst zum Großherzogtum Berg (1806) später dann zum Kaiserreich Frankreich (Departement der Oberen Ems), bis es 1815 von preußischen und russischen Truppen eingenommen und am 1. Januar 1816 wieder unter preußische Herrschaft gestellt wurde. In diesem Zusammenhang wurde die Stadt dem neu gegründeten Kreis Tecklenburg zugeordnet.

Vom Zweiten Weltkrieg blieb Ibbenbüren weitgehend verschont, jedoch war das Bergwerk auf dem Schafberg und auch der Mittellandkanal mehrfach Ziel alliierter Bombenangriffe. Die „Schlacht im Brumleytal“ wurde 2007 unter dem Namen „Leben und Sterben 45“ verfilmt.

1974: Die Stadt Ibbenbüren und die Gemeinde Ibbenbüren-Land bildeten den Amtsverband Ibbenbüren, der im Zuge der Gemeindereform in der heutigen Stadt Ibbenbüren aufging. Mit der gleichzeitigen Auflösung des Kreises Tecklenburg und Verschmelzung mit dem Altkreis Burgsteinfurt wurde Ibbenbüren dem neu gegründeten Kreis Steinfurt zugeordnet. 

Die Sage vom hockenden Weib

Vor langer Zeit lag das Meer noch viel näher am Teutoburger Wald als heute. Dann und wann brach es bei großen Sturmfluten weit ins Land hinein. Damals wohnte am Rande des Teutoburger Waldes eine arme Witwe, die nichts besaß als ihre Hütte und zwei Kinder, die sie treu umsorgte. Eines Tages kam der ältere Junge nach Hause gerannt und rief: "Mutter! Das Wasser! Das Wasser!". Erschrocken sah die Frau auf und hörte auch schon das Brausen und Rauschen. Schnell packte sie ihre Kinder und rannte auf den Kamm des Teutoburger Waldes zu. Sie keuchte mühsam mit den Kindern bergauf, hinter sich die gurgelnde Flut. Auf der Höhe sank sie kraftlos zusammen. Da brach das Wasser über die drei armen Menschen herein. In ihrer Angst um die Kinder betete sie: "Herr, ich will wohl sterben, aber rette meine Kinder!". Der Herr erhöhrte sie und verwandelte sie in einen Stein. Auf ihrem Rücken saßen die Kinder sicher und geborgen, bis die Flut wieder abzog. Dieser Felsen ist heute noch zu sehen, er ist der höchste Felsen der Dörenther Klippen bei Brochterbeck.