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Weiteres vor Ort:

Heimatverein Mettingen e.V.
Wieher Eschweg 79
49497 Mettingen
Tel.:05452 7391

Ausflüge in die Geschichte:

Mettinger Schulmuseum: Im Schultenhof in Mettingen (Kontakt)

Handelsweg von Osnabrück nach Deventer: Früher nahmen so genannte „Tödden“ den beschwerlichen Weg von Osnabrück nach Deventer auf sich, um in den reichen Niederlanden Geld zu verdienen.

Rundgang durch Mettingen

Töddenland - Rundwanderweg (pdf-Broschüre)

Tüöttenmuseum:  Das Museum zeigt eine sehr umfangreiche Sammlung von Möbeln, Gebrauchsgegenständen und altes Brauchtum aus der Zeit unserer Vorfahren.

Postmuseum: Der ehemalige Postbeamte Clemens Becke­meyer hat seit Jahrzehnten Dokumente der Postgeschichte gesammelt.

 

Schultenhof (Bild: Wikicommons, J.-H. Janßen)
Heimathaus am Wieher Eschweg (Bild: Wikicommons, J.-H. Janßen)

Mettingen

Zur Geschichte

Im 8. Jahrhundert eroberten die Franken den heimischen Raum und unterwarfen ihn der fränkischen Krone. Kaiser Karl der Große konnte die Bevölkerung nach langem Kampf christianisieren. In den 90er Jahren des 8. Jahrhunderts wurde das Bistum Osnabrück gegründet, dem Mettingen angehörte. Es lag damals im Threcwiti - Gau und gehörte zur Grafschaft Tecklenburg.

1088: wird Mettingen erstmals in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Benno II von Osnabrück an das Kloster Iburg genannt

1196: tritt ein Rittergeschlecht von Mettingen als Dienstmannen der Grafen von Tecklenburg in Erscheinung.

1400: wurde die Tecklenburg von den verbündeten Bistümern Münster und Osnabrück erobert. Über Jahre hatten kriegerische Streitigkeiten zwischen den Tecklenburger Grafen und den umliegenden Herrschaften das Leben der Mettinger mitbestimmt. Die Vormachtstellung der Tecklenburger Grafen war fortan gebrochen.

1493: wurde die Grafschaft nach einem Familienstreit geteilt und Mettingen kam an die Obergrafschaft Lingen unter Graf Nikolaus VII von Tecklenburg.

1520: gab Graf Nikolaus die Grafschaft dem Herzog von Geldern zu Lehen.

1541: fiel Mettingen nach dem Tod desselben an das Stammhaus Tecklenburg unter Graf Konrad zurück. Dieser hatte sich schon früh zur neuen Lehre der Reformation bekannt und sich dem Schmalkaldischen Bund angeschlossen. Dies ließ neue Streitigkeiten mit den Bistümern aufkommen.

1547: besetzte Graf Maximilian von Büren auf Anordnung des Kaiser Karl V.  tecklenburgische Gebiete. Die Grafschaft wurde 1548 dem Grafen Maximilian zu Lehen gegeben.

1596: kam Mettingen als Teil der Obergrafschaft Lingen unter oranische Herrschaft und so wurde hier die reformierte Konfession eingeführt.

1605: wurde das Land im Verlauf des niederländisch-spanischen Krieges von Spanien erobert und besetzt. Auch während des 30-jährigen Krieges wurde es von den Spaniern behauptet.

1633: kam Mettingen nach Abzug der Spanier wieder unter oranische Herrschaft.

1672: brachten die Kriegszüge des münsterschen Fürstbischofs von Galen gegen die Niederlande neue Schrecken, Wirren und Besatzung.

1702: wurde die Obergrafschaft Lingen auf Anordnung König Friedrich I von Preußen in Besitz genommen. Auch Mettingen erhielt eine preußische Verwaltung.

1756: brachte der 7-jährige Krieg neue Unruhen, als braunschweigische Truppen, Franzosen und Preußen, hier hausten.

1806: wurde Oberlingen nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt vom König von Holland besetzt.

1807: nach dem Tilsiter Frieden an Frankreich abgetreten.

1808: kamen die beiden Grafschaften Tecklenburg und Lingen und damit auch Mettingen an das Großherzogtum Berg.

1810: wurde Oberlingen dem Kaiserreich Frankreich einverleibt.

1813: wurden die verlorenen Länder vom Generalleutnant in preußischen Besitz genommen.

1816: wurde der Regierungsbezirk Münster eingeteilt und Mettingen kam zum Kreis Tecklenburg.

1881: wurde der Amtssitz der gemeinsam verwalteten Ämter nach Mettingen verlegt. Die kommunale Selbstständigkeit der beiden Gemeinden blieb weiterhin bestehen.

Die fortschreitende Industrialisierung brachte auch für Mettingen manchen Fortschritt und neue Verdienstmöglichkeiten. Rege Bautätigkeit ließ den Ort wachsen und Handel wie Handwerk begannen zu erblühen. Die aufstrebende Entwicklung wurde kaum unterbrochen, wenn auch der deutsch-französische Krieg und der 1. Weltkrieg 1914 - 1918 wieder Rückschläge gebracht hatten. Das Ende des 2. Weltkrieges 1945 hatte jedoch den völligen Zusammenbruch des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens zur Folge.

1951: wurde der Amtsverband Mettingen-Recke aufgehoben und beide Gemeinden wurden selbstständig.

1975: kam Mettingen als Gemeinde des ehemaligen Landkreises Tecklenburg zum neugebildeten Kreis Steinfurt.