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Ausflüge in die Geschichte:

Die "Alte Ruthemühle", eine ehemalige Wassermühle, ist heute ein Heimat- und Korbmuseum mit Cafe, das verschiedene alte Handwerke zeigt.

Heimat und Korbmuseum Alte Ruthemühle
Steinbecker Straße 50
49509 Recke
Tel.: 05453-91040

LWL-Museum Heiliges Meer
Bergstraße 1, 49509 Recke
Tel.: 05453-99660

Die Pfarrer der ev. Kirche in Recke

  • Bernhard Lackemann: um 1600
  • ReckeWilh. Heinr. Bernhartius: bis 1684
  • Eberhard Engeling: 1686—1733
  • Johann Hermann Clinge: 1713—1723
  • Peter Cappenberg: 1733—1750
  • Ernst Philipp Slüter: 1750—1758
  • Sylvester Dietrich Meyring: 1757—1789
  • Johann Conrad Ziegler: 1790—1813
  • Leonhard Wischel: 1815—1823
  • Johann Heinrich Adolf Greiff: 1823—1863
  • Julius Smend: 1864—1875
  • Friedrich Wilhelm Schlüter: 1875—1908
  • Friedrich Wilhelm Birkenkämper: 1908—1939
  • Emil Funke: 1939—1947
  • Friedrich Leiwe: seit 1948

Recker Pfarrer katholisch

  • Johannes: 1281
  • David Lakemann: 1600
  • Hesselius: 1622
  • Bockemeyer: 1752
  • Lucas Vaalmann: 1824
  • Josef Hanhoff: 1843—1862
  • Josef Poggemann: 1863—1892
  • Hubert Wannigmann: 1902—1906
  • Max Weining: 1906—1932
  • Wilhelm Bütfering: 1932 —1938
  • Heinrich Hegemann: 1938 —1939
  • Paul Gasseling: 1939 —1950
  • Karl Horstmann: seit 1950

Steinbeck:

Die Steinbecker wollten schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein eigene Kirche. Durch das Testament  des gebürtigen Steinbeckers, den Havixbecker Pfarrer Wilkentepe, Geldsammlungen und kostenloser Lieferung von Baumaterialien (Bruchsteine, Kalk  wird zunächst eine Kapellengründung ab 1887 ermöglicht. Das Grundstück stiften die Bauern Brockmöller, Büchter und Konermann. Erst 1905 wird Steinbeck endgültig von Recke abgepfarrt und damit selbständige Kirchengemeinde. Der Kirchturm kann wegen der knappen Finanzen erst später gebaut werden.

Zur Zeit der Kirchengründung 1887 zählte die Gemeinde etwa 850 Katholiken, 60 Jahre später sind es über 2000.

Pfarrer Steinbecks:

  • Büning, Rektor,Vikar 1892—1894
  • Lefert                  1894—1910
  • Suresch              1910—1924
  • Brüggemeier      1925—1950

Recke

Zur Geschichte

9. Jh.: Die Dionysius-Kirche wurde gegründet. Die Pfarrei entstand sehr wahrscheinlich bald nach der Gründung des Bistums Münster im Jahr 805 durch den ersten Bischof Liudger (+ 809).

1189: erstmalige urkundliche Erwähnung Reckes in einer offiziellen Urkunde, die heute im Bistum Osnabrück aufbewahrt wird. Die Edelherren von Horstmar schenkten dem Bischof von Osnabrück Kirche und einen Hof zu "Rike" sowie Mühlen und weitere Höfe.

13. Jh. bis 1548: Die Grafen von Tecklenburg waren weltliche Machthaber in Recke.

15. Jh.: Seit dieser Zeit wird in der Region Bergbau betrieben

Um 1597: Reformation der katholischen Kirche durch Graf Konrad von Tecklenburg. Der 1597 berufene Prediger mußte zwar 1605 einem katholischen Pfarrer weichen, doch kam die Kirche 1648 wieder in die Hand der Reformierten, die nur in den Bischofsjahren (1672—1674), der Zeit der Besetzung Oberlingens durch den Bischof Christoph Bernhard von Münster, die Pfarre an die Katholiken abgeben mußten. Dann verblieb die Kirche der reformierten Konfession.

Seit 1548: Recke gehörte zur Grafschaft Lingen.

1648: Nach dem 30-jährigen Krieg besuchte die mehrheitlich katholische Bevölkerung die Kirche in Voltlage und hielt später eigenen Gottesdienst im Kirchspiel Hopsten bei der Brockmühle ab. Dorthin zog die ganze Gemeinde 43 Jahre. Erst 1718 kehrten die katholischen Geistlichen zurück. Ein notdürftiger Fachwerkbau wurde sofort in Recke als Notkirche errichtet.

1702: Die Graftschaft Lingen fiel an Preußen.

1747: Ein Sturm beschädigte die katholische Kirche so stark, dass bald es Pläne gab, das baufällige Gebäude durch einen Massivbauwerk zu ersetzten. Die kirchlichen Behörden erteilten erst 1751 Baugenehmigung und Ende 1752 konnten die Recker den Gottesdienst in der neuen Kirche feiern.

1760 - 1770: In jedem Frühjahr zogen 50-70 Mann von Recke zum Arbeiten nach Holland. Hieraus entwickelten sich die sogenannten Tödden (Leinenhändler).

1802: 147 Recker wanderten nach Holland zum Arbeiten.

1807 - 1813: Recke gehörte zum Großherzogtum Berg, Kaiserreich Frankreich.

Seit 1818: Recke gehört zum Landkreis Tecklenburg im Regierungsbezirk Münster.

1841: Das Amt Recke wurde gebildet.

Mitte 19. Jh.: Im nahe gelegenen Schafberg erfuhr die Sandsteinindustrie einen Aufschwung.

1846: Das Amt Recke wurde mit dem Amt Mettingen zum Amtsbezirk Mettingen/Recke zusammengelegt und nur noch von einem Amtmann verwaltet.

1856: Der Kohleschacht Tobias wurde abgeteuft.

1881: Die Verwaltung des Amtsbezirks Mettingen/Recke wurde nach Mettingen verlegt.

1889 - 1892: Errichtung der Steinbecker Pfarrkirche St. Philippus und Jacobus.

1951: Recke wird vom Amtsbezirk Mettingen/Recke abgelöst und selbständige Gemeinde.

1955: Errichtung der Pfarrkirche St. Dionysius.

1975: Eingliederung in den Kreis Steinfurt

Halverde:

Die älteste Nachricht von Halverde stammt aus dem 11. Jahrhundert des Corveyer Einkünfteverzeichnisses. Im Jahr 1189 sollten Güter in Halverde dem neu zu errichtenden Kloster in Recke überwiesen werden.

Im Mittelalter bis 1.1.1811 gehörten zum Kirchspiel Recke auch das Dorf Halverde  mit den Bauerschaften:
Langenacker, Osterbauer, Westerbauer

Von ca. 1815 bis 1930 gehörte Halverde erst zur Bürgermeisterei Schale und nach 1851 zum Amt Schale. Ab Feb. 1930 bis Dez. 1974 gehörte es zum Amt Hopsten. Das Amt wurde aufgelöst und in die Gemeinde Hopsten überführt.

St. Peter und Paul in Halverde: (1952: Katholiken: 1010)

Die Kirchengemeinde Halverde ist als erste Bauerschaft von Recke abgezweigt worden. Der Hof von Halverde (Halfart) wird in einer Urkunde von 1150 genannt und vom Grafen Heinrich von Tecklenburg dem Bischof von Osnabrück geschenkt. Vom kirchlichen Leben in Halverde berichtet die lokale Geschichte, dass hier schon seit 1784 auf einer Bauerndiele Gottesdienst stattgefunden hat. Auf eine Eingabe an den König in Berlin hin erhielt die Gemeinde 1788 die Erlaubnis, im Ort eine Kirche zu bauen. In der den Aposteln Peter und Paul geweihten Kirche wurde am 8. Juni 1790 die erste Messe gefeiert.
Die schon im Jahr 1821 vorgesehene Pfarrerhebung wurde erst am 26. April 1824 verwirklicht.
Zur heutigen Pfarrei Halverde gehören auch die Katholiken der Gemeinde Schale.


Pfarrer Halverdes:

  • Heinrich Busch     1824—1828
  • Theodor Raefeld    1828—1865
  • Heinrich Epping    1866—1886
  • Josef Dolscheid    1866—1886
  • Bernhard Kribbel   1886—1901
  • August Schulte       1902—1930
  • Bernhard Brinkmann 1930—1939
  • Heinrich Dreischulte 1939—1945