Fragen? Fehler gefunden?
Oder gibt es Ergänzungen?
Eine E-Mail genügt.
Wir freuen uns über jeden Beitrag.

Weiteres vor Ort:

Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück
Schloßstr. 29, 49074 Osnabrück

Niedersächsisches Landesarchiv - Staatsarchiv Osnabrück
Schloßstr. 29, 49074 Osnabrück

Diözesanmuseum

Das Domschatz- und Diözesanmuseum ist ein Museum der katholischen Diözese des Bistums Osnabrück. Im Museum sind auf 500 m2 die Exponate aus mehr als 1000 Jahren des Bestehens des Bistums ausgestellt. Das Museum befindet sich direkt neben dem Dom St. Peter.

Das Diözesanmuseum wurde 1918 unter Bischof Wilhelm Berning eingerichtet, „um den nicht mehr benutzten Bestand kirchlicher Kunst aus dem Dom und den Kirchen der Diözese Osnabrück geordnet und sicher zu präsentieren“.

Das Osnabrücker Rathaus

Das historische Rathaus der Stadt Osnabrück wurde zwischen 1487 und 1512 im spätgotischen Stil erbaut. Im Jahre 1648 wurde im Rathaus der Stadt Osnabrück und im Rathaus in der Stadt Münster von den Kriegsparteien des Dreißigjährigen Krieges der Westfälische Friede ausgehandelt und unterzeichnet.

Bucksturm

Der Turm wurde Anfang des 13. Jahrhunderts als Wachturm zwischen dem Heger Tor und dem Natruper Tor an der Stadtmauer errichtet, die in diesem Abschnitt Bocksmauer hieß. Im Mittelalter war im Turm das städtische Gefängnis untergebracht. Hier soll z.B. im 14. Jahrhundert Graf Simon von Lippe eingesessen haben. Johann von Hoya war von 1441 bis 1448 im so genannten Johanniskasten im zweiten Geschoss inhaftiert. Sechs aus Münster nach Osnabrück entsandte Prediger des Täuferreichs waren weitere Gefangene, ehe sie am 18. oder 19. Oktober 1534 nach Iburg in den Bennoturm des dortigen Schlosses Iburg gebracht wurden. Zusätzlich kam während der Hexenverfolgung im 16. und 17. Jahrhundert die Funktion einer Folterkammer hinzu.

Osnabrücker Schloss

Das Schloss war die Residenz des protestantischen Fürstbischofs Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg und seiner Frau Sophie von der Pfalz. Es ist seit 1974 Sitz der Universität Osnabrück.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war die Geheime Staatspolizei von 1938 an in der früheren Reithalle im westlichen Flügel des Schlosses untergebracht. Im Keller richtete sie fünf Haft- und Folterzellen ein. Darin waren während der Novemberpogrome 1938 jüdische Osnabrücker inhaftiert, ehe sie in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht wurden.

Osnabrück

Zur Geschichte

Zu den Seiten über die Osnabrücker Stadtteile gelangt man über die Rubrik "Osnabrücker Stadtteile".

Eine Fernhandelsstraße durchquerte die Hase an einer Furt, durch die auch die Ochsen der Bauern getrieben wurden. Später wurde an nahe gelegener Stelle eine Brücke gebaut. Der Name entstand dabei aus einer Verbindung der niederdeutschen Wörter „Ossen“ (Ochse) und „Brügge“ (Brücke) als „Ossenbrügge“, das später zu Osnabrück wurde. Nach einer anderen Deutung soll sich der Name vom germanischen Namen der Hase herleiten, germanisch „Osna“ oder „Osen“: Brücke über die Hase.

Osnabrück entwickelte sich als Markt um den 780 von Karl dem Großen gegründeten Bischofssitz. Im Heiligen Römischen Reich gehörte Osnabrück bis 1803 zum gleichnamigen Hochstift. Die älteste Stadtverfassung, die Sate, stammt von 1348. Zu dieser Zeit entstanden auch die Laischaften, von denen die Heger Laischaft und die Herrenteichslaischaft bis heute existieren.

In der Zeit um 1640 bemühte sich die Stadt vergeblich mehrfach um den Status einer reichsfreien Stadt. Die Regelung „Cuius regio, eius religio“, (lateinisch, im damaligen Sprachgebrauc: wes der Fürst, des der Glaub') wurde in Osnabrück als Sonderfall gehandhabt. Bis zur Säkularisierung wechselte jeweils nach dem Tode des Amtsinhabers die Konfessionszugehörigkeit des Fürstbischofs. Somit lösten sich katholische und evangelische Fürstbischöfe als Herrscher ab. Die Konfessionszugehörigkeit der Untertanen blieb davon unberührt.

Am 18. Juni 1815 nahmen etwa 400 Osnabrücker Soldaten an der Schlacht bei Waterloo teil. Zu Ehren dieser Krieger stiftete Gerhard Friedrich von Gülich das Waterloo-Tor am Heger Tor mit der Inschrift: „Den Osnabrückischen Kriegern, die bei Waterloo den 18. Juni 1815 deutschen Muth bewiesen, widmet dieses Denkmal G. F. v. Gülich D.R.D.R.“.

Mit dem Königreich Hannover kam Osnabrück 1866 zum Königreich Preußen und wurde 1885 Sitz des Regierungsbezirks Osnabrück. Diesen Status verlor es erst 1977 bei der Gebietsreform, als der Regierungsbezirk Weser-Ems geschaffen wurde, für den Oldenburg als Sitz bestimmt wurde, wobei jedoch in Osnabrück eine Außenstelle der Bezirksregierung verblieb. 2004 wurde der Regierungsbezirk Weser-Ems aufgelöst. Ferner ist die Stadt Osnabrück der Sitz des Landkreises Osnabrück.

Ansicht von 1572

Bürgergehorsam

Der Bürgergehorsam ist ein historischer Wehrturm. Der Name des zu den ehemaligen Wehranlagen der Stadt gehörenden Turms geht auf seine zeitweilige Funktion als Bürgergehorsam zurück. Der Turm entstand zwischen 1517 und 1519. Er ist damit der jüngste der großen Wehrtürme Osnabrücks.

Löwenpudel

Der Löwenpudel ist ein Standbild vor dem Dom St. Peter. Möglicherweise handelt es sich bei dem Standbild um ein Zeichen der Gerichtsbarkeit, wie es auch auf Siegeln Verwendung fand.
Nach der volkstümlichen Sage über den Löwenpudel war Karl der Große erzürnt über die Osnabrücker, als er erfuhr, dass die Bürger während seiner Abwesenheit Kontakte zu den heidnischen Sachsen geknüpft hatten. Karl tat den Schwur, die Stadt züchtigen zu wollen, indem er dem ersten Lebewesen, das ihm bei seinem Einzug in Osnabrück entgegen käme, den Kopf abschlagen würde.
Als Karl in die Stadt einzog, getraute sich nur seine Schwester ihm mit der Absicht entgegenzutreten, um Gnade für die Bürger zu bitten. Karl sah sie kommen und flehte zum Himmel, er möge ihn aus dieser schrecklichen Lage befreien. Tatsächlich sprang plötzlich der Lieblingshund seiner Schwester, ein Pudel, heran und leckte dem König die Hand. Karl tötete ihn und erfüllte somit seinen Schwur, ohne einem Menschen das Leben zu nehmen. Die dankbaren Bürger ließen das Bild des Hundes in Stein hauen und auf dem Domhof aufstellen. Sie nannten ihn den Löwenpudel.
(wann das Monument tatsächlich den Namen Löwenpudel erhielt, ist unbekannt und wird auch nicht durch die bildhafte Sage beantwortet, die sich schon deswegen nicht so zugetragen haben kann, weil die Pudelzucht in Deutschland erst im 19. Jahrhundert begann)

Waterloo-Tor / Heger Tor

Das Waterloo-Tor ist ein Kriegerdenkmal, das an die Schlacht bei Waterloo erinnert. Am 18. Juni 1815 nahmen etwa 400 Osnabrücker Soldaten als Angehörige der King’s German Legion an der Schlacht bei Waterloo teil. Zu Ehren dieser Krieger stiftete der Osnabrücker Bürger G. F. von Gülich im Jahr 1816 1000 Taler für eine Gedenkstätte.
Das Heger Tor stand im Mittelalter stadtauswärts weiter vor dem heutigen Waterloo Tor. Dies ist vor Allem daran zu erkennen, dass sich das heute noch existierende Akzisehaus, welches sich direkt am Stadttor befunden hat, auf der gegenüberliegenden Seite des Wallringes befindet. Im Volksmund hat sich fälschlicherweise für das Waterloo-Tor Heger Tor als Name eingebürgert. Durch das alte und neue Tor rollten jahrhundertelang Fuhrwerke in Richtung Münster und Holland oder kamen von dort in die Stadt.