Hasbergen

Zur Geschichte

836: erstmalige urkundliche Erwähnung Hasbergens in einer Urkunde des Klosters Corvey. Der Name Hasbergen ist auf das altniederdeutsche Wort Hers oder Hors (für Ross) zurückzuführen.

1150: Bischof Phillipp von Osnabrück kauft von Heinrich von Tecklenburg den Hof und die Kapelle Wersen und eine Zahl von Lehnsleuten mit ihrem Besitz und den darauf wohnenden Angehörigen.

1180: Bereits in diesem Jahr wurde im Hüggel Silber abgebaut

1235: Verleihung des Bergrechtes auf Silbererze am Hüggel und Stertenbrink an den Osnabrücker Bischof Konrad

1722: Die Schürfung der Silbererze im Hüggel wurde wieder aufgenommen. Aus dem gewonnenen Hüggelsilber wurden Osnabrücker Münzen geprägt.

1852: Ab diesem Jahr gewann die Beckeroder Eisenhütte Eisenerz im Grubenfeld Hüggel I. 1856 gelangte dieses Grubenfeld in Besitz des Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenvereins.

1860: Die Bergbau-Felder Aaron und Kronprinz wurden konsolidiert und der neu gegründeten „Osnabrücker Zinkgesellschaft“ übertragen.

1870: Hasbergen erhielt mit der Eröffnung des Streckenabschnitts nach Osnabrück durch die CME einen Anschluss an das Eisenbahnnetz.

1870er Jahre: Die Eisenerzförderung durch den Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein erreichte ihren Höhepunkt.

1876: Einrichtung des Augustaschachtgebäudes als Pumpenstation für das Stahlwerk Georgsmarienhütte

1883: Heinrich Dreyer, Gründer der Amazonen-Werke, begann 1883 mit der Produktion von Getreidereinigungsmaschinen.

1918: Die ersten Franziskaner kamen nach Ohrbeck und bezogen im August 1919 in eine Baracke aus Holz.

1926: Exerzitienhaus, Kloster und Klosterkirche von Haus Ohrbeck wurden fertiggestellt.

1939 - 1942: Der Augustaschacht wird Gefangenenlager für französische Kriegsgefangene

1944: In der alten Pumpstation des Augustaschachtes richtete die Gestapo Osnabrück ein Arbeitserziehungslager ein.

1971: Eingemeindung Ohrbecks und Gastes

1998: Einrichtung des Mahnmals Augustaschacht

Sage vom Schmied im Hüggel

Am Hüggel lebte früher ein Schmied. Nachdem seine Frau vom Blitz erschlagen wurde und starb, beschwerte er sich bei Gott und verwünschte sich selbst. Ein Jahr später wurde er sterbenskrank, und es kam ein alter Mann zu ihm und forderte ihn auf, mitzugehen. Er führte ihn in eine Höhle im Hüggel, dort sollte er über die Berggeister herrschen und selbst arbeiten. Der Schmied ließ die Gold- und Silberschätze unbeachtet und grub nach Eisenerz. Er fertigte für die Bewohner alle Haus- und Ackergeräte an, die sie brauchten. Er beschlug auch ihre Pferde. Dazu mussten sie das Pferd an einen bestimmten Pfahl anbinden und konnte es einige Zeit später beschlagen wieder abzuholen. Den Lohn musste man auf einen bestimmten Stein legen. Den Schmied bekam niemand zu Gesicht.

Eines Tages folgte ein habgieriger Bursche dem Schmied in die Höhle und sah ihn zwischen Gold- und Silberschätzen unter seinen Berggeistern und Dienern sitzen. Der Schmied erklärte dem Eindringling, dass er hart arbeiten solle und dann auch Früchte davon tragen könne. Er gab ihm eine goldene Pflugschar und schickte ihn wieder ans Tageslicht. Als der neugierige Bauer aber die Pflugschar berührte, verbrannte er seine Hand, denn sie war zu glühendem Metall geworden. Er verfluchte das Gertät und den Schmied. Da fuhr die Pflugschar in den Erdboden und glänzte beim Versinken wieder wie Gold.