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Ausflüge in die Geschichte:

Kloster Malgarten

Die Seiten über Epe wurden zusammengestellt von Heinrich Gosmann.

Kloster Malgarten (Bild: Wikicommons, Sail over)

Epe

Zur Geschichte

Der Name scheint abgeleitet von "apa", was soviel wie Wasser bedeutet. Die Gemarkung Epe hat eine Größe von etwa 1.450 ha und ist heute wie früher landwirtschaftlich geprägt. Von insgesamt 41 landwirtschaftlichen Betrieben waren 1987: 17 Vollerwerbslandwirte, 7 Nebenerwerbslandwirte und 17 Zuerwerbslandwirte. Epe ist Wohnsiedlungsgebiet der Stadt Bramsche und arm an Gewerbebetrieben.

ca. 1500 v.Chr. - 1884 und 1909 werden im Vallenmoor vorbronzezeitliche Holzschwerter gefunden. Beide Funde sind leider verschollen.

Um Chr. Geburt - Nach archäologischen Grabungen war der Klo­sterbereich Malgarten zu dieser Zeit bereits besiedelt.

1194 brennt das 1175 von Graf Simon von Tecklenburg und seiner Mutter Eilika in Essen (Oldb.) gegründete Benediktinerinnenkloster ab. Daraufhin verlegt der Graf das Kloster auf seine Burg Malgarten.

1188-1209 - Eine undatierte Urkunde erwähnt erstmals Malgarten.

1223 - Erste Erwähnung der Bauerschaft Epe.

1299 - Erste Erwähnung des Ortsteil Bühren. Das Kloster erwirbt für 325 Mark den größten Teil der Eper Höfe vom Ritter Johann von Lingen.

1522 - Erste Erwähnung der Klostermühle.

1594 - Erste Erwähnung von der Beflößung Eper Wiesen.

1615 - Einführung des Gregorianischen Kalenders beim Kloster Malgarten.

28.8.1627 - Dreißig holländische Reiter überfallen das Kloster und mehrere Eper Höfe.

1648 - Die Martinskirche in Bramsche wird den evangelischen, das Kloster Malgarten den kath. Christen zugesprochen. Das Kloster hat jedoch keine Pfarrgerechtigkeit in Epe.

1657 - Erste Erwähnung eines Eper Vogelschießens (Schützenfest).

1687 - Erste Erwähnung eines Eper Lehrers.

1738 - Die Malgartener Klostervorsteherin erhält von Rom den Titel einer Äbtissin.

1772 - Epe hat 85 Häuser und 472 Einwohner (über 14 Jahre). Neben Müller, Schmied, Schneider, Schuster, Dachdecker und Wollspinner gibt es 4 Zimmermeister, 33 Landwirte, 49 Tagelöhner, 13 Witwen die von Handarbeiten leben, eine Witwe die von Almosen lebt, 18 Knechte, 23 Mägde und einen Schulmeister.

1787 - Das Kloster hält 8 Pferde, 40 Kühe, 40 Schafe und 36 Schweine. 64 Höfe sind dem Kloster eigenbehörig, 12 pachtpflichtig, 60 zehntpflichtig und 17 kanonpflichtig. An 81 Höfe, Personen und Bauerschaften sind insgesamt 10277 Taler an Kredite ausgegeben.

Im gleichen Jahr wird die kath. Schule gegründet.

1803 - Auflösung des Klosters mit Versteigerung des Inventares. Zu dieser Zeit lebten hier noch 9 Nonnen und 6 Laienschwestern.

1815 - Die Klosterkirche Malgarten wird zur Pfarrkirche erhoben. Zum kath. Kirchspiel gehören die Katholiken von Achmer, Hesepe, Sögeln, Bramsche, Kalkriese und Epe.

1819/20 - Das Kloster Malgarten wird Sitz von Verwaltung und Gericht des Amtes Vörden.

1833 - Die Teilung der Eper Mark ist abgeschlossen.

1882 - wird bei Hellmich in Malgarten eine Postagentur eingerichtet.

1885 - Aufhebung des Amtes Vörden zu Malgarten und Gründung des Kreises Bersenbrück.

1899 - Erstes Telefon in Malgarten.

1900 - An der Niederschlagung des Boxeraufstandes in China nehmen auch zwei Eper teil.

1900-1913 - 20 Eper Familien siedeln in Posen und Westpreußen.

1913 - Erste Erwähnung einer Eper Fußballmannschaft.

1914-1918 - Im 1. Weltkrieg sterben 41 Eper den Soldatentod.

1926-1927 - Epe wird elektrifiziert. Am 18. März 1927 geht das Netz in Betrieb.

30.9.1932 - Aufhebung des Amtsgericht Malgarten.

1939 - Das Kloster Malgarten wird beschlagnahmt und mit Soldaten belegt.

8.11.1944 - Major Walter Nowotny, einer der höchstdekorierten Soldaten des Krieges, stürzt in Epe ab.

1939-1945 - Der 2. Weltkrieg bringt 57 Epern den Soldatentod.

1945 - Durch die Aufnahme von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten wächst die Gemeindebevölkerung um über 88 %

1957 - Die DJO übernimmt das Amtsrichterhaus in Malgarten als Jugendheim, bis 1990.

1961-1962 - Bau des Gemeindezentrums mit Verwaltungsräumen, Feuerwehrhaus und Turnhalle.

1966 - Der Eper Bürgermeister Fritz Kiesekamp wird Landrat des Kreises Bersenbrück.

1967-1968 - Bau der Grundschule Epe.

1970 - Das Kloster Malgarten wird unter Denkmalschutz gestellt.

1975 - Das Wasserwerk Wittenfelde nimmt seinen Betrieb auf.

1987 - Das Kloster Malgarten geht in Privatbesitz über.

1990 - Epe wird in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen.

1994 - Epe feiert sein 800jähriges Jubiläum mit einem großen Fest.

1996 - Der neue Friedhof wird in Malgarten eingeweiht.

1999 - 13 Eper Schützen nehmen an der Steubenparade in New York teil.

2000 - Silke Schwarz gewinnt bei den Paralympics in Sydney 2 Silber und 1 Bronze Medaille im Rollstuhlfechten.

2010 - Die drei kath. Gemeinden St. Martinus, Heilig Geist in Bramsche und St. Johannes in Malgarten bilden ab 1. August 2010 einen Gemeindeverbund.