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Die Seiten über Hesepe wurden zusammengestellt von Heinrich Gosmann.

Hesepe

Zur Geschichte

Hesepe – hes-epe, das Grundwort epe abgeleitet von apa, gleich Wasser oder kleiner Wasserlauf, und has gleich dunkel, also der Ort am dunklen Wasser.

1187 wurde Hesepe erstmals urkundlich erwähnt. Tatsächlich wurde erst nach dem 2. Weltkrieg aus einer weit verstreuten Bauernsiedlung eine dichter besiedelte Siedlung. Hesepe liegt direkt an der B 68 und B 218, sowie am Schienenstrang Bremen - Osnabrück.

4000 v. Chr. Der Fund eines Walzenbeil zeugt von früher Besiedlung.

700 v. Chr. Archäologischer Fund von Tüllenbeil aus Bronze und Steinaxt.

1187 erste Erwähnung von Hesepe.

1350 erste Erwähnung von Stapelberg.

1560 gab es 24 viehhaltende Haushaltungen, 16 große Knechte, 5 kleine Knechte, 4 große Mägde, 6 kleine Mägde.

1733 der Galgen steht am Thiener Damm.

1763 hatte Hesepe 1000 T. Kriegsschulden.

1790-1800 Markenteilung.

1848 Ankauf des Leibzuchtgarten des Hofes Jelken für den Heseper Friedhof, eine Erweiterung erfolgte 1881.

1849 hatten 50 Heuerleute 201 Morg. Acker und 43 Morg. Wiesen gepachtet und hielten 70 Kühe.

1938-1940 Bau des Flugplatz Hesepe.

1945-1952 Sprengplatz der Britischen Truppen.

1954 Hesepe hat eine Größe von 1342 ha und 1992 Einwohner.

1960 Bau des „William-Versteegh-Camp“ für die holländische Armee auf dem Flugplatz.

1962 Bau des Gemeindehauses und 1965 Fertigstellung der Christus-Kirche. Zur Christuskirchengemeinde Hesepe-Sögeln-Rieste gehört auch die Emmauskapelle in Rieste.

1970 gab es 981 Erwerbstätige in Hesepe.

1972 Mit der Gebietsreform gehört Hesepe zur Stadt Bramsche.

1988 Abzug der Holländer und Einrichtung des Grenzdurchgangslager Bramsche / Osnabrück, jetzt Landesaufnahmestelle für jüdische Kontingentflüchtlinge und Spätaussiedler sowie für Asylbewerber.

1987 gab es 9 Vollerwerbslandwirte, keine Nebenerwerbslandwirte und 21 Zuerwerbslandwirte.

Steinburg Hesepe

Um die Mitte des 16. Jhd. wurde von einem Adeligen Wilhelm von Steinhaus, daher wohl der Name Steinburg, durch Zusammenlegung mehrerer Höfe das Gut geschaffen.

Noch 1490 sind zwischen den Höfen Kemnade und Varmeyer noch die Höfe Henke Grone und Herrman Dekening aufgeführt, die 1512 im Kopfschatzregister nicht mehr erscheinen. Daraus entstand offenbar das Gut Steinburg. Nach 1550 kam noch ein Hof Kemnade dazu und der andere Hof Kemnade bald darauf in die Hörigkeit der Steinburg.

Nach 1574 durch die Pest ausgestorben, kam der Kotten Vortmann an die Steinburg. Die weitere Besitzerfolge: von Stempel (1588), von Dincklage zu Loxten (1610), von Varendorff (1639), Baer (1695), Mues (1710), Menzel. 1790 verkaufte man die Landtagsfähigkeit des Gutes an den Kammerherrn von Korf zu Sutthausen. Heute noch vorhanden ist ein schlichtes einstöckiges Gebäude mit den Wappen der Familien von Bar und Mues. Eine alte Mauer, durch ein langes Torhaus mit Walmdach unterbrochen, schliesst den Burgsitz ab, die früher vorhandenen Gräften sind eingeebnet.