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Die Seiten über Kalkriese wurden zusammengestellt von Heinrich Gosmann.

Weiteres vor Ort:

Heimatverein "Schmittenhöhe"
Kalkriese und Umgebung e.V.

Seit 1989 werden die Jahrbücher SO-WAR-ES herausgegeben, die insbesondere den regionalen Bereich erfassen und auch viele "plattdeutsche" Beiträge enthalten. Alte Ausgaben können Sie jederzeit bestellen.

Siedlungsgemeinschaft Lappenstuhl e.V.

Ausflüge in die Geschichte:

Museum und Park Kalkriese: Im Jahr 2000 wurde ein archäologischer Park mit Informationszentrum in der Nähe der Ausgrabungen eröffnet. Das neue Museum mit einem 40 Meter hohen Aussichtsturm wurde 2002 eröffnet. Es beherbergt neben zwei Vortragssälen eine Ausstellung. Hier wird die schriftliche Überlieferung der Varusschlacht vorgestellt, werden die Wege und Irrwege ihrer archäologischen und naturwissenschaftlichen Erforschung beleuchtet und zu den Funden in Bezug gesetzt, die während der Ausgrabungen freigelegt wurden.

Barenaue: (Barenaue bedeutet des Baren Aue, wobei Aue die feuchte Niederung des dortigen Moores bezeichnet.) Die Sammlung Barenaue in der Stadtbibliothek Osnabrück umfasste 5050 Bände

Wanderung: Schloss Neu-Barenaue - Lindenallee (ND) - Wasserburg Alt-Barenaue

Wanderung: Wasserburg Alt Barenaue - Venner Moor

Kalkriese

Zur Geschichte

In der Geologie ist ein Kalkriese ein größerer Fels anstehenden Kalkgesteins. Der nach einem solchen Kalkriesen, dem Kalkrieser Berg, benannte Ort ist der wohl bekannteste Stadtteil von Bramsche.

2400 v. Chr. Die Horststeine, ein Großsteingrab, zeugt von früher Besiedlung.

700 v. Chr. Ebenso der Fund einer Steinaxt.

80 v. Chr. – 375 n. Chr. Römische Münzfunde, Amulette, Fibeln, usw.

1240 Kalkrese

1442 Kalkriese erstmals als Bauerschaft genannt.

1458 gab es 24 Viehbesitzer in Kalkriese.

Um 1500 sind 4 Vollerben, 13 Halberben und 1 Erbkötter verzeichnet.

1667 gab es in Kalkriese 1 Bierzapfer, 1 Bierbrauer, 2 Brandweinbrenner, 1 Bäcker, 1 Schuster, 1 Schneider, 1 Sagensnider, 1 Hollschen- Moltenhauer, 5 Rademacher und 1 Sattler oder Riemenschneider.

1841-1866 Teilung der Kalkrieser Heimschnat.

1849 gab es 27 Bauern und 81 Heuerleute.

1954 Kalkriese hat eine Größe von 2597 ha und 1144 Einwohner.

1970 gab es 432 Erwerbstätige in Kalkriese.

1972 Mit der Gebietsreform gehört Kalkriese zur Stadt Bramsche.

1987 gab es 13 Vollerwerbslandwirte, 14 Nebenerwerbslandwirte und 28 Zuerwerbslandwirte.

Alt Barenaue

Die Wasserburg aus dem 13. Jhd. wurde von den Herren von Bar, wahrscheinlich zum Schutz des Lutterdamm, errichtet. Die Erste urkundliche Erwähnungen finden sich aus den Jahren 1305 und 1341 als „castro dicto tor bernowe“. Seit 1366 waren die von Bar Erbdrost bzw. Erblanddrost und 1721 wurde Heinrich Sigismund von Bar (1654-1721) von Kaiser Karl VI zum Reichsgrafen ernannt. Unter Herbort von Bar (1582-1640) wurde die Familie lutherisch. Aus dem Stammgut entstanden 2 weitere Güter, Blankenburg und Rothenburg, die 1599 wieder vereinigt wurden.

1650 brannte das Schloß ab und wurde 1689 von Erblanddrost Nikolaus Herbord von Bar (1623-1716) als ein schlossartiges Herrenhaus mit Küchenhaus, Kapelle und Torturm wieder errichtet. Ende des 18. Jhd. wurde es baufällig abgerissen und ein Wohnhaus errichtet.

1661 legte Nikolaus Herbord von Bar einen Gefangenenturm in Barenaue an, 7 Fuß lang und 5 Fuß breit, mit schweren Fuß- und Handschellen darin und zwei eisernen Schlössern vor den mit einer Querstange verriegelten, schweren eisenbeschlagenen Türen, ein eindrucksvolles Verließ für ungehorsame Eigenbehörige.

Der Lutterkrug, eine Raststelle, gehörte zum Gut Barenaue. Der Pächter war verpflichtet, bei Bedarf der gräflichen Küche seinen Koch zur Verfügung zu stellen.

Nachfolger war Johann Christian von Bar (1684-1765).

1696 war der hörige Markkötter Göttemöller Pächter und Ziegelmeister des von Bar’schen Zigelofen. Als Pacht zahlte er für 4 Jahre 50 T., für jeden Brand 10 T. und jedes Jahr 14 Tonnen Kalk sowie Ziegel in jeder benötigten Menge zum alten Preis.

Um 1700 wurden Brauerei, Seifensiederei, Leinenweberei und Tabakfabrik errichtet, wobei letztgenannte jedoch bald wieder eingingen. Etwa 150 Tonnen Bier wurden jährlich gebraut, für den Verbrauch in der eigenen Haushaltung und Wirtschaft und in dem verpachteten Lutterkrug. In Barenaue waren an die 40 ständige Handwerker Heuerleute und Zwangsdienstler beschäftigt.

1772 verzeichnet das Personenstandsregister 93 männliche und 85 weibliche Personen, darunter 13 Knechte und 11 Mägde und 1849 hatte Barenaue 57 Heuerleute.

Zum Stammhaus gehörten um 1800 an die 100 Guts- und Hofstätten, z.B. zeitweise die adeligen Güter Wahlburg, Borgwedde, Ahrenshorst, Stockum, Langelage, Bruche bei Melle und andere. Heute hat das Stammgut über 1000 ha Land- unf Forstbesitz.

Die Besitzer zogen etwa um 1862 ins neu errichtete Schloss Neu Barenaue um.