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Die Seiten über Sögeln wurden zusammengestellt von Heinrich Gosmann.

Weiteres vor Ort:

Heimatverein Sögeln e.V.
Wittefeldweg 16
49565 Bramsche-Sögeln
Telefon. 05461 / 3786

Ausflüge in die Geschichte:

Gut Sögeln

Bauerrichter:

1590 Heinrich Brinkmann
1597 Gerd Sandman
1687 Ratike Sandman
1717 Lübbecke Buirmann
1801 Johann Bührmann
1802 Hackmann
1804 Wonning
1805 Bührmann im Esch
1806 Kühl
1807 Schwankhaus
1808 Gerding
1809 Elbring
1810 Winterspecke
1811 Verwalter Vogt für Thyeberend Stätte
1812 Brinkmann
1813 Kamlage
1814 Schütte
1815 Johanns
1816 Buchtmann
1817 Wessel
1841 Sandmann

Rothenburg

Witwen- und Alterssitz von Haus Sögeln. Das „Rote Haus“, gelegentlich auch Radeburg genannt, liegt 1 km nördlich auf der Westseite des Sögelner Mühlenbachs.

1701 verkauft von Langen die Rothenburg an den Regierungs- und Konsistorialrat von Weselau in Osnabrück und kauft sie 1706 zurück.

Der Hof ist verheuert, 1771 an den Schneider Hermann Heinrich bey den Sundern und um 1800 an Ernst Niemann und Meister Hermann Henrich Hellmich.

1862 erwirbt Ferdinand von Stoltzenberg die Landtagsfähigkeit für die Rothenburg. Die Karte von 1864 zeigt ein Bauernhaus mit Nebengebäuden.

1985 wird die Rothenburg wegen großen Instandsetzungsbedarfs an Karl-Heinz Klose verkauft.

Sögeln

Zur Geschichte

Der Name Sögeln ist abgeleitet vom altsächsischen „swege“ und „loh“, was Sumpf, Moor und Wald bedeutet.

Sögeln ist eine um das gleichnamige Rittergut aus dem 14. Jh. gelegene Bauernschaft. Sie ist bis heute eine ländlich strukturierte Ortschaft geblieben.

3350 v. Chr. Fels-Rundbeil.

700 v. Chr. Steinaxt und Hallstattimporte (Fibeln, Spiralscheiben, Armspiralen).

1240 erste Erwähnung von Sögeln als Soghelen.

1350 Haus Sögeln wird erstmals erwähnt.

1560 gab es 20 viehhaltende Haushaltungen, 6 Große Knechte, 2 kleine Knechte, 5 kleine Mägde.

1667 gab es in Sögeln 2 Sagensnider.

Um 1720 soll es eine Schule gegeben haben.

1756 das Sögelner Bruch wird geteilt.

1768 erhält Sögeln eine Feuerspritze.

1788 Bau einer neuen Schule.

1796-1797 Markenteilung.

1849 hatten 40 Heuerleute 146 Morg. Acker gepachtet und hielten 51 Kühe.

1876 Eröffnung der Eisenbahnlinie Quakenbrück – Osnabrück.

1877 Aufhebung der gemeinsamen Viehweide in der Feldmark.

1883 Bau einer neuen Schule.

1900 Eröffnung der Bahnlinie Bramsche-Vechta-Delmenhorst.

1905 Sögeln hat 404 Einwohner, 196 männlich, 208 weiblich, 376 ev.-luth., 27 kath. 1 reformiert, 284 Kühe.

1911 Sögeln wird elektrifiziert.

1913 erstes Turn- und Sportfest auf einem Platz nahe dem Heseper Bahnhof.

1921 Einweihung des Kriegerdenkmal an der Straße nach Rieste, Ende der 60er Jahre verlegt auf den Friedhof.

1927 Gründung des „Sportverein Sögeln“, Neugründung 1946 als SV Sögeln, 1951 Zusammenschluß mit Hesepe als SV Hesepe-Sögeln.

1933 Gründung des Volkschor Sögeln durch Lehrer Zech.

1934 richtet die Reichspost bei Gastwirt Friedrich Sievert eine öffentliche Fernsprechstelle ein.

1935 Gründung der freiwilligen Feuerwehr Sögeln.

1939 In Sögeln gibt es 26 Betriebe von 0,5-5 ha Größe, 22 Betriebe von 5-10 ha Größe, 16 Betriebe von 10-20 ha Größe, 6 Betriebe von 20-100 ha Größe und 1 Betrieb mit über 100 ha.

1945 gab es in Sögeln 65 Landwirte mit 352 Milchkühen und 565 Stück weiterem Rindvieh, 42 Pferdehalter mit 145 Pferden.

10. April 1945 rollt die Front ohne Wiederstand über Sögeln hinweg.

1950 Neubau einer Schule.

1950 Gründung des Schützenverein Sögeln.

1954 Sögeln hat eine Größe von 1013 ha und 604 Einwohner.

1946-1960 Privatschule auf Gut Sögeln.

1967 Einweihung des neuen Friedhofes.

1970 gab es 277 Erwerbstätige in Sögeln.

1972 Bau der Friedhofskapelle.

1972 Mit der Gebietsreform gehört Sögeln zur Stadt Bramsche.

1973 der Schulbetrieb in Sögeln wird eingestellt. Die AWO richtet hier 1974 einen Kinderspielkreis ein.

1980 Das neue Verteilerbauwerk an der Hase ist fertig; 1982 wird der Alfsee geflutet.

1987 gab es 8 Vollerwerbslandwirte, 2 Nebenerwerbslandwirte und 21 Zuerwerbslandwirte.

1990 750-Jahr-Feier mit Veröffentlichung einer kleinen Chronik.

1998/1999 im Rahmen der Dorferneuerung wird die alte Schule umgebaut zu Kindergarten und Dorftreff im Obergeschoß.

Haus Sögeln

Das Gut Sögeln war im Besitz der Familien von Braken, von Ledebur, von Knehem, von Langen, von der Horst, von Hammerstein, Rathgen und von Stoltzenberg und gehört seit 1850 der Familie von Rappard bzw. von Bock und Polach.

Anfang des 18. Jhd. waren 19 Höfe aus dem Kirchspiel Bramsche nach Sögeln eigen.

1323 Heinrich von Braken verkauft das Gogericht an den Bischof.

1350 erhält Dethard Ledebur die „ritterliche Wohnung“ nebst 4 Höfen in Sögeln und 2 Höfe in Strohe zu Lehen.

Erbe wurde Johann Ledebur und seine Frau Woldeke.

1426 erste Erwähnung einer Burg des Boldewin von Knehem.

1442 und 1460-1476 wird Claus van Kehem genannt.

1536 Cord von Knehem heiratet Anna von Dincklage und baut eine Mühle die zu einem langen Streit (bis 1793) mit dem Kloster Malgarten wegen der Wasserregelung der Hase beim Hof Dallmann führte.

1556 übernahm Rudolf von Knehem das Gut.

1560 hielt das Gut Sögeln 84 Schafe.

1574 brachte Rudolf von Knehem aus dem niederländischen Krieg die Pest nach Sögeln, die sich im ganzen Land ausbreitete.

1590 in einer zwangsweisen Veräußerung erwirbt Heinrich von Langen, Drost von Fürstenau und Vörden, das Gut. Er war mit Hille geb. von Aswede verheiratet.

1667 mußte dem Gutsherrn das Schlagen und Prügeln seiner Hörigen verboten werden.

Erbe ist der Neffe Heinrich Adam von Langen, verheiratet mit Helene von Aswede, der im 30jährigen Krieg verschleppt wird und sich mit 3000 T. freikauft.

Erbe wird Heinrich Engelbert von Langen, in 1. Ehe mit Sibylla Agneta von Westerholt und in 2. Ehe mit Anna Elisabeth von Steuben verheiratet. Er stiftet der Bramscher Kirche 1669 den Hauptaltar und 1675 eine Altarbibel.

1675 Erbe wurde der Sohn Joachim Heinrich von Lagen.

1710 hielt das Gut Sögeln ca. 800 Schafe.

1722 übernam der Sohn Adolf Christoffer von Langen den Besitz.

1750 durch Heirat der Erbin Isabella Judith Sophie von Langen kam das Gut an Julius August Friedrich von der Horst. Er wurde 1766 von Friedrich dem Großen zum „Wirklichen Geheimen Staats-, Kriegs- und Dirigierenden Minister“ ernannt.

1752 wurden Mühle und Müllerhaus neu erbaut.

1792 verkaufte der Sohn und Erbe Julius von der Horst Gut Sögeln an den Freiherrn von Münster und dieser 1793 sofort weiter an von Hammerstein.

1792 die alte Gutsanlage besteht aus Pforte und Pforthaus, Vorwerk, Kuhhaus, Backhaus, Wagenremise, Pferde- und Schweinestall, Torfschuppen, das Wohnhaus und ein Barockgarten.

1793 neuer Besitzer ist Landdrost Friedrich Philipp Freiherr von Hammerstein-Equord.

Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus neu erbaut, ebenso das Vorwerk und weitere Wirtschaftsgebäude.

Erbe wird der „tolle Hammerstein“ der ein unruhiges Leben führt, wird der Universitäten verwiesen, entführt eine verheiratete Frau, wird Soldat und lässt sich als Generalleutnant 1813 auf dem Gut nieder.

1817 verkauf er das Gut für 75000 T. an Generaleinnehmer Rathgen aus Bremen, der 1846 starb. Er baut die Seitenflügel an, verlegt den Hauseingang und legte etwa 400 Morg. Rieselwiesen an.

1846 Rathgen vererbte das Gut an seine Stieftochter Amalie von Püchler, die Ferdinand von Stolzenberg heiratete.

1849 hatten 15 Heuerleute des Gutes 76 Morg. Acker gepachtet und hielten 1 Pferd und 24 Kühe.

1856 wird die große Scheune gebaut.

Erbe wurde der Sohn Ernst Hermann Georg von Stoltzenberg, der 1871 1000 T. der Kirche vermachte. Die Hälfte der Zinsen sollte alljährlich den Hilfsbedürftigen in Sögeln und die andere Hälfte den Hilfsbedürftigen des Kirchspiels gezahlt werden.

1871 wird die Kapelle errichtet.

1871 Über die Erbtochter Adelheid von Stolzenberg, verheiratet mit Hugo von Rappard, kam der Besitz 1875 an den Sohn Georg von Rappard und seine Frau Charlotte geb. von Derenthall.

1875 Gut Sögeln hat 56 Stimmen in der Gemeindeversammlung.

1895 Erbe wird Werner von Rappard, der mit Dolores Rogalla von Biberstein verheiratet war.

1933 Die Größe des Gutes beträgt 253,96 ha.

1939 Werner von Rappard.

1966 Erbe wird Gisela  von Rappard, geb. von Rappard, verw. Stiewe, verw. Schlabitz

1972 Die Glocke aus der alten Erbbegräbnisstätte von Gut Sögeln, eine Spende für die neue Friedhofskapelle.

1995 Erbe wird die Tochter Gisela von Bock und Polach