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Die Seiten über Merzen wurden zusammengestellt von Heinrich Gosmann.

Weiteres vor Ort:

Heimatverein Merzen

Am Slott 18
49586 Merzen
Telefon: 05466 1254

Heimatverein Schlichthorst

Fürstenauer Str. 31
49586 Merzen

Ausflüge in die Geschichte:

Traktoren und Raritätenfreunde Merzen

Ziel des Vereins ist die Sammlung, Pflege und Erhaltung alter Landmaschinen, Handwerkszeuge und Raritäten, sowie die Mitglieder bei der Beschaffung, Pflege, Erhaltung, Instandsetzung, Restaurierung und fachgerechten Bedienung von alten Landmaschinen und Handwerkszeugen zu unterstützen.

Merzen

Zur Geschichte

Merzen, das ursprüngliche "Marsunnon", ist ein Begriff aus dem Althochdeutschen und bedeutet so viel wie "nasse oder feuchte Niederung".

977 Erste Nennung von Merzen als „Marsunnon“.

1248 Erste Nennung von Lechtrup als „Lechtdorpe“

1254 Erste Nennung von Bokern als „Boc-horne“

1280 Erste Nennung von Döllinghausen als „Dodelinghausen“

1360 Erste Nennung von Plaggenschale als „Scole“

1495 Aus diesem Jahr stammt die älteste Glocke der St. Lambertus-Kirche.

1569 Gut Schlichthorst erhält die Landtagsfähigkeit verliehen.

1608 plünderten spanische Reiter Merzen und Engelern und nahmen den Meyer zu Merzen und den Vogt als Geisel um Geld und Waren zu erpressen.

1644 Erwähnung der Hauskapelle auf Gut Schlichthorst.

1648 Heinrich von Hetterscheid, Besitzer von Gut Schlichthorst, wird bei einem Streit in Osnabrück erschlagen.

1661 zieht die Schule in einen Kirchenspeicher um.

1815 Die evangelischen Christen von Merzen gehören zu den Pfarreien Ueffeln und Fürstenau.

1847 hatten die 85 Grundbesitzer des Ksp. Merzen 216 Heuerleute.

1874-1876 Neubau des neugotischen Kirchenschiffs an der Stelle der alten Kirche.

1906 Clemens Freiherr von Schorlemer läßt unterMitwirkung der Gläubigen aus Engelern und Döllinghausen eine neue Kapelle im romanische Stil bauen.

1945 Am 11. April überrollte die Kriegsf ront Merzen.

1972 Zusammenschluß der Bauerschaften Döllinghausen, Engelern, Lechtrup-Merzen, Ost- und Westeroden, Plaggenschale und Südmerzen zur Gemeinde Merzen und mit Voltlage und Neuenkirchen i.H. zur Samtgemeinde Neuenkirchen i.H..

Gut Schlichthorst

Die Gründung des Gutes Schlichthorst in der Bauerschaft Engelern geht zurück auf den Fürstenauer Drosten Eberhard Möring, der 1528 das Erbe Tebbe tor Slichthorst kaufte und durch Zuschläge aus der Mark zu einem Gut erweiterte. Seine Witwe erhielt 1544 vom Bischof bereits Privilegien und verkaufte ihr Erbe an den Drost Franz von Lüninck der es weiter vergrößerte. Nach zweimaligem Besitzerwechsel kam das Gut 1557 wieder an die Familie von Lüninck und 1616 durch Heirat an Heinrich von Hetterscheid. Er war ein gewaltätiger Mann der 1623 in einer Gastwirtschaft einen Mann erschlagen hatte und außer Landes floh. Nachdem der Bischof ihn begnadigt hatte, wurde er 1644 vom Bischof bestraft, weil er den Pastor zu Bersenbrück mit harten Schlägen und Prügel verwundet hatte. 1648 wurde er von Claus Heinrich von Lüninck zu Langelage in Osnabrück bei einem Streit erschlagen. Das Gut übernahmen sein Sohn und danach sein Enkel. Durch Erbschaft kam es an die Familie von Grüter die es 1797 für 58000 Taler an den Kommissionsrat Franz Ernst Christian Schrader in Minden verkaufte. 1821 übernahm der Schwiegersohn, der Regierungspräsident Friedrich Wilhelm Delius in Münster, das Gut. 1852 wurde August Friedrich Höpker, verheiratet mit Hedwig Freiin von Hammerstein-Loxten, Eigentümer. Seine Erben verkauften Schlichthorst 1905 an Clemens Freiherr von Schorlemer. Seit 1973 unterhält die Arbeiterwohlfahrt hier eine Wohnanlage für behinderte Menschen.

Schlichthorst war eine von breiten Gräben umgebene Wasserburg. Das jetzige Herrenhaus wurde in seinem ältesten Teil durch Umbau des vormaligen Burghauses von der Familie von Grüter erbaut. Die alte Gutskapelle, in der sich später die erste Schule der Gemeinde Engelern befand, soll an der Brücke gelegen haben, die zum jetzigen Hausgarten führt. Unter dem Präsidenten Delius wurden die Burggräben bis auf die noch vorhandenen Reste eingeebnet und eine Brennerei auf dem Gute angelegt. Herr Höpker erweiterte das Wohnhaus durch Anbau einer Zimmerflucht an dessen westlichem Teil und errichtete neue Wirtschaftsgebäude. Von Schorlemer vergrößerte das Herrenhaus durch Verlängerung des westlichen Flügels in der Frontebene und erbaute 1907 eine neue romanische Gutskapelle und größere Wirtschaftsgebäude.