Osnabrück

Johanniskirche

Die St.-Johann-Kirche ist neben dem Dom, St. Marien und St. Katharinen eine der vier mittelalterlichen Innenstadtkirchen in Osnabrück und gilt als eine der frühesten großen gotischen Hallenkirchen Deutschlands. Das ehemalige Stift Sankt Johann wurde im Jahre 1011 von Bischof Dietmar gegründet. Um das Stift und seine Lateinschule herum entwickelte sich die Neustadt, die bis 1306 getrennt von der Altstadt verwaltet wurde. 1256 legte Bischof Bruno den Grundstein für den Neubau der zweiten Stifts- und Pfarrkirche. Diese steht heute noch und ist ein frühgotisches Bauwerk, dessen hoher lichter Innenraum beeindruckt. Die Osnabrücker Patrizierfamilie von Bar stiftete Anfang des 14. Jahrhunderts die Andachtskapelle, die auch Kreuzkapelle genannt wird.

Aus dem Osnabrücker Adressbuch von 1868:

Literatur:

Dehio, Georg; Weiß, Gerd: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen, Niedersachsen, München 1992.

Karrenbrock, Reinhard: Evert van Roden: der Meister des Hochaltars der Osnabrücker Johanniskirche. Ein Beitrag zur westfälischen Skulptur der Spätgotik, Osnabrück 1992; aus der Schriftenreihe: Osnabrücker Geschichtsquellen und Forschungen. Verein für Geschichte und Landeskunde, Bd. 31.

Poppe, Hermann: Die Baugeschichte der Johanniskirche in Osnabrück. Ein Beitrag zur Erforschung mittelalterlicher Baukunst im niedersächsisch-westfälischen Raum, Osnabrück 1936.

Poppe, Roswitha; Klimek, Lothar: Osnabrück, München und Berlin 1972; S. 33–37; aus der Schriftenreihe: Deutsche Lande, deutsche Kunst. Deutscher Kunstverlag

Poppe, Roswitha: Die mittelalterlichen Kirchen Osnabrücks, in: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 43, Mainz 1979, S. 44–98.

Dr. Poppe-Marquard, Hermann: Sankt Johann in Osnabrück mit seinen Kunstschätzen, Osnabrück 1983. Herausgegeben von der Katholischen Kirchengemeinde St. Johann.

Dr. Poppe-Marquardt, Hermann: Osnabrücker Kirchenchronik: Baugeschichte und Kunstwerke aller Osnabrücker Kirchen der großen Konfessionen, Osnabrück, 1990. Meinders & Elstermann

Heimatjahrbuch Osnabrück Stadt und Land

1976: Geheimnisvolle Spuren alten Aberglaubens. Rätselhafte Schleifrillen im Domportikus und im Kreuzgang von St. Johann. Von Johannes Lorenz (S. 67)

2000: Die St.-Johannis-Kirche in Osnabrück (Dr. Reinhard Karrenbrock), S. 41