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Bremer Passagierlisten: auf der Internetseite des Bremer Ahnenforschervereins "Die Maus".

Nordamerika

Auswanderungsagenten

Agenten, Reeder und Makler

Während die Auswanderungswilligen bis ca. 1840 selbst nach Bremen reisen und sich um einen Platz auf einem Schiff bemühen mussten, unterhielten die Reedereien später sogenannte Auswandereragenten, die in den Gemeinden im Binnenland die Plätze auf den Schiffen anboten. Der Aufwand, ein Schiff fristgerecht und möglichst komplett mit Passagieren zu belegen, war für die Reedereien sehr hoch, solange die Auswanderer allein oder in kleinen Gruppen in den Hafenstädten auftauchten. Es war üblich, dass die Auswanderer die Verträge in den Hafenstädten mit den Kapitänen oder mit dafür bestellten Kaufleuten abschlossen. Ab den 1840er Jahren setzte man wegen dieses hohen Aufwandes im Binnenland Agenten ein, die diese Aufgaben übernahmen. Diese Agenten waren befugt, Überfahrtsverträge abzuschließen und versorgten die Auswanderer schon vorab mit Informationen.

Bestellung eines Auswandereragenten (aus dem Münsterischen Amtsblatt 1860 Nr. 1 S. 8)